Erstellt am 01. Juli 2013, 12:25

SPÖ präsentiert Bundesliste. Die SPÖ zieht mit mehr Jugend und Gewerkschaft in die Nationalratswahl.

Der am Montag vom Parteipräsidium präsentierte Vorschlag für die Bundesliste platziert überdies sechs Frauen unter die Top Ten. An der Spitze steht Kanzler Faymann, gefolgt von Frauenministerin Heinisch-Hosek, FSG-Chef Katzian und Nationalratspräsidentin Prammer. Formell abgesegnet wird die Bundesliste am 3. August. 

Wie Bundesgeschäftsführer Darabos im Anschluss an das Parteipräsidium gegenüber Journalisten erläuterte, wurde bei der Listenerstellung sowohl auf einen hohen Frauenanteil geachtet als auch die Arbeitnehmervertretung gestärkt. Mit der Vorsitzenden der Jungen Generation, Katharina Kucharowits, Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, der Steirerin Elisabeth Hakel und der Salzburgerin Cornelia Ecker wurden auch einige Kandidatinnen deutlich unter 40 auf wählbare Positionen gesetzt. Insgesamt finden sich sieben Anwärter unter 35 am Wahlvorschlag.

Während Rudas und Ecker über die jeweiligen Landeslisten ohnehin den Wieder- bzw. erstmaligen Einzug ins Hohe Haus schaffen dürften, sind Neueinsteigerin Kucharowits und Hakel Gewinnerinnen der Bundeslistenerstellung. Hakel hätte es in der Steiermark wohl nicht geschafft, ein Mandat zu ergattern. Das ihre wurde dort allerdings ebenfalls einem Jugend-Vertreter zuerkannt, nämlich dem Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Wolfgang Moitzi.

Erfolgreich bei der Listenerstellung schlugen sich auch die roten Gewerkschafter. Nicht nur dass sie ihren Vorsitzenden Wolfgang Katzian auf die prominente dritte Position brachten, wird neben Oberhauser auch der Vorsitzende der früheren Metaller-Gewerkschaft "pro-ge" Rainer Wimmer mit einem sicheren Mandat versorgt. Er gehörte dem Nationalrat schon bis zur Wahl 2008 an.

Prominente Opfer gab es bei der Listenauswahl nicht. Sämtliche Regierungsmitglieder dürfen damit rechnen, im Fall eines Ausscheidens aus dem Kabinett einen Platz im Nationalrat sicher zu haben. Bei der letzten Wahl erreichte die SPÖ neun Mandate über die Bundesliste. Gelingt dies wieder, sind alle Positionen bis 16 sicher, da sieben Kandidaten über den Regionalwahlkreis oder die Landesliste einziehen werden.