Erstellt am 05. August 2013, 14:31

SPÖ-Rebellen wollen Bankgeheimnis abschaffen. Ein Ende des Bankgeheimnisses auch für Inländer haben sich einige SPÖ-Abgeordnete zum Ziel gesetzt.

Nur so sei nämlich eine wirksame Vermögensbesteuerung möglich, argumentieren die SPÖ-Rebellen rund um den Salzburger Johann Maier und Sonja Ablinger aus Oberösterreich. Die beiden Abgeordneten wollen durch eine Vorzugsstimmenaktion für dieses Anliegen kämpfen. Trägerin der Aktion gegen das Bankgeheimnis ist die rebellische Sektion 8 der SPÖ in Wien-Alsergrund. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe. Die ÖVP nahm diese Forderung aus der SPÖ am Montag dankend auf, um wieder die "Faymann-Schnüffelsteuern" anzuprangern.

Für ÖVP-Generalsekretär Rauch ist nun die Katze aus dem Sack: "Heute die Abschaffung des Bankgeheimnisses für Inländer, damit die Sozialisten morgen Mittelstand und Familien beschnüffeln und weiter schröpfen können."

Für die SPÖ rückte Bundesgeschäftsführer Darabos aus, um zu kalmieren. "Das Bankgeheimnis für Inländer wird nicht angetastet." Die Österreicher könnten sich auch in dieser Frage zu 100 Prozent auf Bundeskanzler Faymann verlassen, sagte Darabos.

Opposition übt ebenfalls Kritik

Auch die Opposition attackierte die SPÖ. FPÖ-Chef Strache warnte in einer Aussendung davor, dass das Ende des Bankgeheimnisses den Finanzämtern sofortigen Einblick in die Vermögenslagen aller Österreicher bieten würde. Den Beteuerung von SPÖ-Wahlkampfleiter Darabos, wonach das Bankgeheimnis erhalten bleibt, schenkte er keinen Glauben.

BZÖ-Chef Bucher meinte, "wer die Große Koalition wählt, wählt das Ende des Bankgeheimnisses in seiner sowieso schon ausgehöhlten Form". Für Team Stronach Klubobmann Lugar hat "freier Einblick in die Konten und damit die Einkommens- und Besitzverhältnisse der Österreicher nichts mehr mit Transparenz zu tun, sondern ist schlicht Finanzschnüffelei der Marke Big Brother".