Erstellt am 23. August 2012, 13:00

SPÖ ruft zu sachlichem Wahlkampf auf. Im Vorfeld der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl am 7. Oktober im Burgenland hat die SPÖ am Donnerstag zu einem "sachlichen Wahlkampf" aufgerufen. "Wir wollen einen Ideenwettbewerb statt der Miesmacherei", erklärte SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich.

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Den Wahlkampf wolle die SPÖ sachbezogen führen. Allerdings sehe man "dunkle Schatten" aufziehen: Im Bezirk Oberpullendorf beispielsweise seien einem Gemeindemitarbeiter, der sich für die SPÖ engagiere, EDV-Berechtigungen eingeschränkt worden, schilderte Hergovich. In einem anderen Fall seien im Bezirk Güssing "in letzter Minute" Wählerevidenzlisten verändert worden. Dadurch könnte der Gemeinderat verkleinert werden, was es der SPÖ womöglich erschwere, den Vizebürgermeister zu erreichen.

Ein plötzlicher Sinneswandel gegenüber einem im Gemeinderat mitbeschlossenen Projekt kurz vor der Wahl sei ebenfalls nicht der Stil, den die Burgenländer in den Gemeinden erwarten würden, meinte der SPÖ-Politiker. Die SP-Ortsorganisationen seien für den Urnengang sehr gut vorbereitet. In den Gemeinden wurden Umfragen durchgeführt, um festzustellen, was die Menschen bewege. Die Rücklaufquoten hätten bis 80 Prozent erreicht.

In den Kommunen laufe eine Kontaktoffensive der Spitzenkandidaten, Themen würden erarbeitet: "Es gibt in jeder Gemeinde mindestens fünf bis zehn Punkte, die sofort umsetzbar sind", meinte Hergovich.

Die Landes-SPÖ und der Sozialdemokratische Gemeindevertreterverband (GVV) unterstützen die Ortsparteien "mit Know-how und Energie", so Hergovich. Der GVV informierte die Funktionäre über die komplexe Materie der Gemeindewahlordnung und bot Schulungen an. Die SPÖ stelle 1558 Mandatare, um 200 mehr als die ÖVP. Er hoffe, dass man diesen Vorsprung ausbauen könne, sagte GVV-Landesgeschäftsführer Herbert Marhold.