Erstellt am 20. März 2015, 15:39

von APA Red

SPÖ stellt Vollbeschäftigung in Fokus. Die SPÖ Burgenland hat am Freitag in Eisenstadt ihr erstes Wahlplakat präsentiert. Das Sujet an der Fassade des Parteigebäudes in der Permayerstraße soll darauf hinweisen, dass man einen "Plan für die nächsten fünf Jahre" erstellt habe, so Landesgeschäftsführer Robert Hergovich.

Robert Hergovich (SPÖ Burgenland).  |  NOEN, Millendorfer
Ein Thema, mit dem die SPÖ punkten will, ist das angepeilte Ziel, bis 2020 Vollbeschäftigung zu erreichen.

Das Plakat zeigt Landeshauptmann Hans Niessl im blauen Hemd und mit einem Bauhelm am Kopf sowie einen Buben, der seinen Ellenbogen auf die Schulter von Niessl stützt und ihn dabei anblickt. Darunter befindet sich das Motto: "Gute Arbeit braucht starke Pläne". 700 kleinere Wahlplakate mit diesem Motiv sollen in Schaukästen in den Gemeinden angebracht werden, kündigte Hergovich an.

"Das Teuerste ist ein arbeitsloser Jugendlicher"

Um Vollbeschäftigung zustande zu bringen, sollen 1.000 neue Jobs "netto" pro Jahr entstehen. "Wir wollen darüber hinaus einen Mindestlohn für vollzeitbeschäftigte Burgenländerinnen und Burgenländer von 1.500 Euro erreichen", sagte Hergovich. Auch der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping solle weiter vorangetrieben werden.

Einen wichtigen Part bei der Umsetzung des Vollbeschäftigungs-Zieles spiele die Förderkulisse im Ausmaß von 750 Millionen Euro, die dem Burgenland in den kommenden Jahren zur Verfügung stünden, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Bei den jungen Menschen wolle man von der Ausbildungsgarantie zur Ausbildungspflicht kommen.

Die Sozialdemokraten wollen bei der Ausbildung sowohl die betriebliche als auch die überbetriebliche Schiene beibehalten. "Wir sagen eindeutig: Das Teuerste ist ein arbeitsloser Jugendlicher", meinte Illedits. Der SPÖ schwebe ein Bonus-Malus-System vor, nach dem Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, Mittel aus einem Topf erhalten, in den Unternehmen ohne Lehrlingsausbildung einzahlen.