Erstellt am 21. August 2015, 12:14

von APA Red

SPÖ wegen Bau von Güllebecken an NÖ Landesgrenze besorgt. Die SPÖ Burgenland zeigt sich besorgt über die Schweinemast in großem Stil im Raum Lichtenwörth (Bezirk Wiener Neustadt, Niederösterreich).

Mattersburgs SPÖ-Bürgermeisterin und LABg Ingrid Salamon  |  NOEN, zVg
Schon jetzt würden nahe dem Wasserschutzgebiet von Zillingdorf rund 30.000 Schweine gehalten, so LAbg. Ingrid Salamon am Freitag in einer Aussendung. Durch den Bau eines Güllebeckens würden nun Voraussetzungen für weitere Massentierhaltungen an der Landesgrenze geschaffen.

"Wasserschutzgebiet muss ausgedehnt werden"

Die Tierzucht gefährde zunehmend die Wasserqualität von Quellen für 200.000 Menschen im Nordburgenland, argumentierte die Umweltschutzsprecherin. Schon jetzt würden die Nitratwerte in einem der Trinkwasserbrunnen die Grenzwerte übersteigen.

"Zur Sicherung der Trinkwasserqualität muss das Wasserschutzgebiet auf niederösterreichische Seite endlich ausgedehnt werden", forderte Salamon. In Lichtenwörth sei der Bau eines "überdimensionierten" Güllebeckens geplant, wodurch sich die Lagerkapazität von Gülle von derzeit 1,3 Millionen Liter auf acht Millionen Liter vervielfachen würde.

Salamon: "Wahre Absicht" sei offensichtlich

Vordergründig solle mit dem Speicherprojekt zur Senkung der Nitratwerte beigetragen werden, so die Landtagsabgeordnete. Angesichts der Versechsfachung der Lagerkapazität sei jedoch die "wahre Absicht" offensichtlich: Es würden die Voraussetzungen für weitere Massentierhaltungen an der Landesgrenze geschaffen.

"Alleine auf dem Grundstück des aktuellen Projektwerbers können ein halbes Dutzend weitere solcher Anlagen gebaut werden", erklärte die SPÖ-Politikerin.

Der Lichtenwörther Bürgermeister Harald Richter (SPÖ) habe deshalb eine zweijährige Bausperre für landwirtschaftliche Betriebe verhängt.

Ende August soll in Lichtenwörth ein Lokalaugenschein mit dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland und der neuen burgenländischen Umweltschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) stattfinden, kündigte Salamon an: "Dann werden wir die weitere Strategie zum Schutz der Trinkwasserversorgung von rund 200.000 Menschen ausarbeiten."