Erstellt am 19. Oktober 2015, 15:23

von APA/Red

SPÖ weist ÖVP-Kritik gegen Niessl und Darabos zurück. Der Landesgeschäftsführer der SPÖ Burgenland, Helmut Schuster, hat die Kritik der ÖVP gegen Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Norbert Darabos (beide SPÖ), die beiden hätten bis dato nichts zur Lösung der Asylfrage beigetragen zurückgewiesen.

Dies könne laut Schuster "nur als Realitätsverweigerung gewertet werden", teilte er in einer Aussendung mit.

Das Burgenland erfülle im Wesentlichen die Asylquote und sei noch dazu Spitzenreiter bei der Betreuung von unbegleiteter Minderjähriger, sagte Schuster. Das "Asylchaos" habe "einzig und allein" Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zu verantworten.

"Dorthin sollte die ÖVP Burgenland ihre Vorwürfe richten." Das eigene Bundesland schlecht zu reden, zeuge von "Orientierungslosigkeit", meinte der Landesgeschäftsführer und warf der ÖVP vor, bislang keinen Beitrag zur Asylsituation geleistet zu haben.

Kritik zur laut ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz "unabdingbaren" Verschärfung beim Familiennachzug kam von den Grünen. Landessprecherin Regina Petrik teilte in einer Aussendung mit: "Dass durch den Krieg zerrissenen Familien die Zusammenführung erschwert werden soll, sorgt für weiterführende menschliche Tragödien und ist für mich inakzeptabel".

Die Ansicht, dass ein Integrationskonzept wichtig wäre, um die neu angekommenen Menschen rasch und wirksam zu integrieren, teilen die Grünen allerdings und verwiesen auf die Idee, in jeder Gemeinde einen Flüchtlingsgemeinderat beziehungsweise eine Flüchtlingsgemeinderätin zu wählen.