Erstellt am 26. Juli 2013, 12:57

SPÖ wettert weiter gegen Pensions-"Pläne" der ÖVP. Die SPÖ stellt die Pensionen ins Zentrum einer eigenen Kampagne.

 Bundesgeschäftsführer Darabos bekräftigte am Freitag die Ablehnung gegen die "Pläne" der ÖVP, das Pensionsantrittsalter von Frauen früher an jenes der Männer anzugleichen. Der Absicht von ÖVP-Chef Spindelegger, dies zum Thema in Koalitionsverhandlungen zu machen, erteilte die SPÖ eine Absage.

Der "entfesselte"ÖVP-Obmann habe entgegen Regierungsbeschlüssen die vorzeitige Anhebung gefordert, was den Vertrauensgrundsatz verletzen würde, so Darabos. Auch habe er dann diese Aussagen nicht zurückgenommen, sondern auch noch von einem "Nebenschauplatz" gesprochen, zeigte sich der SP-Geschäftsführer empört. Sogar ÖAAB und ÖVP-Frauen sprachen sich dagegen aus. "Ich weiß nicht, was ihn da reitet", meinte Darabos und attestierte Spindelegger einmal mehr, einen "Zick-Zack-Kurs" zu fahren.

In einem Bundesverfassungsgesetz sei festgehalten, dass die Altersgrenze für die Normalpension beginnend mit 1. Jänner 2024 bis 2033 jährlich um sechs Monate erhöht wird. Davon wolle sich die Volkspartei offenbar verabschieden, verwies Darabos etwa auf Aussagen von Spindelegger, das Wirtschaftskonzept "Unternehmen 2025" oder JVP-Pläne.
 

SPÖ kämpft für "sichere Pensionen"
FSG-Frauenvorsitzende Renate Anderl unterstützte Darabos und erklärte, bevor über die Anhebung diskutiert werde, brauche es Unterstützung im aktiven Erwerbsleben. Die lange Übergangszeit bis zur Angleichung des Antrittsalters sei nötig, da die Gleichstellung noch nicht erreicht sei: "Wir sind weit davon entfernt."

Die SPÖ kämpfe jedenfalls gegen die Anhebung und "für sichere Pensionen". Die frühere Angleichung würde "massive Einschnitte" für die Betroffenen bedeuten und volkswirtschaftlichen Schaden sowie höhere Arbeitslosigkeit verursachen. "ÖVP-Pensionspläne" protestiert werden könne.

Geplant ist von der SPÖ auch ein Personenkomitee für Parteichef Faymann unter der Leitung des früheren Ö3-Moderators Matthias Euler-Rolle. Dieses soll aus Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen bestehen und somit die Gesellschaft abbilden. Dies kritisierte sogleich die FPÖ in einer Aussendung, ortet sie doch darin eine Umgehung der Wahlkampfkostenbeschränkung.