Erstellt am 14. Januar 2013, 13:05

SPÖ will fürs Burgenland 1.000 neue Jobs. Bei einer Klubklausur in Frauenkirchen hat sich am Montag die SPÖ Burgenland mit den Herausforderungen der "zweiten Halbzeit" der Legislaturperiode auseinandergesetzt.

Feature Arbeitsmarkt  |  NOEN, © Alexandra Gruber
Trotz Konjunkturflaute sollen im Burgenland auch 2013 rund 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen, erklärte Klubobmann Christian Illedits. Großes Ziel sei es, den Status einer EU-Übergangsregion und die damit verbundene Förderkulisse zu erreichen.

"Wir sind in einem Endspurt", meinte Illedits im Hinblick auf die Bemühungen, auch in der nächsten EU-Haushaltsperiode von 2014 bis 2020 wieder einen Förderstatus zu erhalten. Das heurige Jahr könnte dabei "ein Entscheidungsjahr" sein, sagte der SPÖ-Politiker: "Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um auch 2013 eine ausreichende Förderkulisse zu haben."

Man hoffe auf eine rasche Fixierung des EU-Finanzrahmens bis Februar, mit der auch die Entscheidung über den Übergangsregionen-Status verbunden sei: "Unsere Chancen sind gut, sind intakt", sagte Illedits. Allerdings müsse sichergestellt werden, dass Einschnitte beim EU-Finanzrahmen nicht zulasten der wichtigen Investitionshaushalte gingen. Von der Bundesregierung wünscht man sich ein Additionalitätsprogramm - zusätzliche Fördermittel, die vor allem für den Tourismus eingesetzt werden können, der aus der EU-Förderung herausfalle.

Das "schwierige Jahr 2013" wolle man im Burgenland mit Investitionen gut bewältigen, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (S). Ein Schwerpunkt soll dabei auf Investitionen in den Thermen liegen. Ausbaupläne gebe es für die St. Martins Therme und Lodge in Frauenkirchen und bei der Kurbad Tatzmannsorf AG. Unterstützt würden auch Projekte von Privaten, wie etwa von Hotelier Karl Reiter, der die Therme in Stegersbach ausbauen werde.

Ziel sei ein kontinuierliches Wachstum auch in schwierigen Zeiten", so Niessl. Beim Bestreben, 1.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, verwies der Landeshauptmann auf die Ansiedlung von Konzernen im Burgenland - etwa Coca Cola in Edelstal und der Windkraftanlagenbauer Enercon in Zurndorf. Im Bezirk Neusiedl sollen zwei weitere Einkaufszentren entstehen.

Alleine durch Betriebsansiedlungen werde es 600 neue Arbeitsplätze im Burgenland geben. "Offensive Arbeitsmarktpolitik führt zu Wachstum und Beschäftigung. Und das ist unser Credo für dieses Jahr 2013", erklärte Niessl.

Franz Nauschnigg von der Oesterreichischen Nationalbank referierte bei der Klausur über die Hintergründe der Finanzkrise. "Es ist eine gewisse Stabilisierung eingetreten. Es ist allerdings noch nicht so, dass sozusagen die Krise vorbei wäre", lautete seine Einschätzung.