Erstellt am 08. Dezember 2011, 08:26

Sprachliche Frühförderung doch bis 2014 gesichert. Die sprachliche Frühförderung für Kinder wird nicht nur für das kommende Jahr, sondern bis 2014 wieder gewährt. Integrationsstaatssekretär Kurz (ÖVP) hat in Abstimmung mit der SPÖ eine entsprechende, sogenannte 15a-Vereinbarung in Begutachtung geschickt.

Der Entwurf sieht vor, dass Bund und Länder bis zu zehn Mio. Euro pro Jahr investieren. Die Länder haben nun die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.

Ziel der Frühförderung ist es laut Entwurf, Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die über mangelnde Deutschkenntnisse verfügen und "insbesondere jene mit nicht-deutscher Muttersprache", in Kinderbetreuungseinrichtungen so zu fördern, dass sie mit Eintritt in die Volksschule die Unterrichtssprache nach einheitlichen Deutschstandards möglichst beherrschen. Integration funktioniere durch Leistung, betonte Kurz einmal mehr, Grundvoraussetzung sei die deutsche Sprache, hier könne man nicht früh genug ansetzen.

Die Regierung hatte heuer die Mittel für die sprachliche Frühförderung - von 2008 bis 2010 fünf Mio. Euro jährlich - auslaufen lassen. Daraufhin entbrannte innerhalb der Regierung ein Streit über die Verantwortung bzw. Zuständigkeit dafür. Finanzministerin Fekter (ÖVP) hat nach Verhandlungen mit Kurz schließlich fünf Mio. für 2012 zugesagt. Nun gibt es doch eine längerfristige Lösung, die vorgelegte 15a-Vereinbarung soll bis 2014 gültig sein.