Erstellt am 07. April 2013, 07:27

Staat zahlte 330 Mio. Euro weniger zu Pensionen. Der Staat hat im Vorjahr um knapp 330 Millionen Euro weniger für die Pensionen ausgegeben, als im Budgetvoranschlag angenommen worden waren.

Als Konsequenz aus diesen Zahlen des Finanzministeriums forderte der Präsident des Seniorenrates und Obmann des ÖVP-Seniorenbundes, Andreas Khol, am Sonntag: "Der Alarmismus muss beendet werden."

Nach den in der vergangenen Woche vom Ministerrat zur Kenntnis genommenen Zahlen zum Budgeterfolg wurde für die gesetzlichen Pensionen (ASVG, Gewerbe, Bauern) 2012 um 228,7 Millionen Euro weniger ausgegeben (9,795 Mrd.) als im Voranschlag angenommen. Für die Beamtenpensionen hat der Staat um 99,4 Millionen Euro weniger ausgegeben (8,917 Mrd.) als veranschlagt - in Summe 328,1 Millionen Euro.

Für Khol zeigen diese Zahlen ganz klar: "Der übertriebene Alarmismus bezüglich der Pensionskosten muss endlich eingestellt werden." Außerdem verwies er darauf, dass die Pensionisten im Jahr 2011 eine Steuerleistung von rund neun Milliarden Euro erbracht haben. Er verwahrte sich deshalb dagegen, die Pensionisten als "Kostenfaktor" zu betrachten.

Wirtschaftsfaktor: "Jeder Pensionseuro geht in den Konsum"

Und der Seniorenrats-Präsident richtet den Blick auch gleich in Richtung der Pensionsverhandlungen im Herbst: "Die Kostenschätzungen, die uns zur nächsten Pensionsrunde vorgelegt werden, werden wir sehr genau unter die Lupe nehmen."

"Jeder einzelne zusätzliche Pensionseuro geht in den Konsum. Die Senioren sind damit die wichtige Stütze der heimischen Wirtschaft", so Khol. Der Seniorenratspräsident verweist darauf, dass die Pensionisten fast ein Viertel der gesamten Lohnsteuereinnahmen tragen, bei den Mehrwertsteuern auch noch 15,5 Prozent. "Diese Leistung ist endlich zu respektieren, der Alarmismus zu beenden."

Pensionen: "Unberechtiger Alarmismus" oder nach wie vor berechtigte Sorge um die Kosten?
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