Erstellt am 06. Juli 2011, 14:16

Staatssekretär Kurz stellt Integrationsbericht vor. Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz hat am Mittwoch den neuen Integrationsbericht präsentiert. Dieser enthält laut Kurz keine mathematische Formel, kein Rezept und keine Weltformel. aber zumindest 20 Expertenvorschläge, die zum besseren Zusammenleben von Zugewanderten und der sogenannten Mehrheitsbevölkerung beitragen sollen.

Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz hat am Mittwoch den neuen Integrationsbericht präsentiert. Dieser enthält laut Kurz keine mathematische Formel, kein Rezept und keine Weltformel. aber zumindest 20 Expertenvorschläge, die zum besseren Zusammenleben von Zugewanderten und der sogenannten Mehrheitsbevölkerung beitragen sollen. Deren Umsetzung soll nun "Schritt für Schritt" betrieben werden.

In den vergangenen Jahren sei einerseits "viel gehetzt", andererseits auch viel geträumt worden. "Unser Zugang ist Integration durch Leistung", zentrales Thema dabei die Sprache und die Bildung, betonte Kurz. Für Herbst kündigte er eine Kampagne mit "Role Models" an. Dabei sollen Migranten, sowohl Prominente als auch "Normalbürger", bei denen die Integration besonders gut funktioniert hat, in Kontakt etwa mit Schülern treten. Einsetzen möchte sich Kurz auch für eine höhere Erwerbsquote bei Frauen mit Migrationshintergrund - hier habe es bereits Gespräche mit Frauenministerin Heinisch-Hosek gegeben.

Geplant ist weiters eine "Rot-Weiß-Rot"-Fibel, die die Identifikation mit Österreich stärken soll. Ein Anliegen ist dem Staatssekretär auch die einfachere Ankerkennung von bereits im Herkunftsland erworbener Ausbildungen. Ebenfalls vorgesehen ist ein Mentoringprogramm für junge Journalisten mit Migrationshintergrund und die Einrichtung eines Islamforums. Unterstützt wird von den Experten Kurz' Vorschlag für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für jene, die nicht Deutsch können.

Die Grünen erkenne nim Integrationsbericht "viele langjährige Grüne Forderungen", vermissen allerdings die Punkte Antidiskriminierung sowie Mitbestimmung. Der Wiener Caritasdirektor Landau plädierte in einer Aussendung dafür, "vom Reden zum Tun zu kommen". Mitunter scharfe Kritik übten FPÖ und BZÖ.