Stegersbach

Erstellt am 12. September 2016, 13:54

von APA Red

ÖVP startet am 28. September "Südburgenland-Kongress". Die ÖVP Burgenland startet am 28. September in Stegersbach ihren "Südburgenland-Kongress".

Thomas Steiner, ÖVP Parteiobmann  |  NOEN, MUELLNER Werner

Bei mehreren Veranstaltungen soll überlegt werden, wie man die Entwicklung im Südburgenland im Hinblick auf Job- und Einkommenssituation verbessern könne, erläuterte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner am Montag in Eisenstadt. Aus den Ideen soll ein Forderungskatalog an die Landesregierung entstehen.

"Standortnachteile ausgleichen"

Die südlichen Bezirke Jennersdorf, Güssing und Oberwart hätten in vielen Bereichen Defizite. Die ÖVP sei der Überzeugung, "dass die Politik aktiv werden muss, um diese Standortnachteile auszugleichen", sagte Steiner. Eine von der SPÖ-FPÖ-Koalition in Auftrag gegebene Umfrage im Südburgenland bezeichnete der ÖVP-Obmann als "Augenauswischerei".

In den kommenden Wochen will die ÖVP in Jennersdorf, Güssing und Oberwart Ideen sammeln. Am Ende des Kongresses sollen drei bis fünf "ganz konkrete Maßnahmen und Vorschläge stehen", so Klubobmann Christian Sagartz. Kommendes Jahr im Jänner oder Februar soll der Schlusspunkt gesetzt werden.

Als Impulsgeber für die Auftaktveranstaltung habe man sich den niederösterreichischen Regionalentwickler Friedrich Zibuschka eingeladen. Zu wenig Arbeitsplätze, schlechte Verkehrsanbindungen und langsames Internet seien nur drei Gründe, die im Südburgenland zur Abwanderung führten, argumentierte Sagartz.

Internetzugang und erneuerbare Energie

Die Volkspartei fordere von der rot-blauen Regierung einen schnellen und flächendeckenden Internetzugang ein, sagte Landtagsabgeordnete Michaela Resetar. ÖVP-Mandatar Walter Temmel hob die Bedeutung eines hohen Selbstversorgungsgrades in der Landwirtschaft hervor. Für Güssing und die Region "Ökoenergieland" wünsche er sich Unterstützung, was den Bereich er erneuerbaren Energie betrifft.

Der Bau der Schnellstraße S7 und die Elektrifizierung der Bahn brenne den Menschen im Südburgenland unter den Fingernägeln, stellte Bernhard Hirczy, Landtagsmandatar aus dem Bezirk Jennersdorf, fest. Das Südburgenland habe Nachteile aus der Struktur, aus der Geschichte und durch die geografischen Verhältnisse. "Aber da kann doch nicht die Antwort sein: Na, ist halt so", sagte Steiner. Hier müsse die Politik aktiv werden, Prioritäten setzen und Geld in die Hand nehmen.