Erstellt am 15. April 2012, 20:42

Stichwahl bei Innsbrucker Bürgermeisterwahl nötig. Bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl ist eine Stichwahl in 14 Tagen fix.

Bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl ist eine Stichwahl in 14 Tagen fix. Nach dem vorläufigen Endergebnis lag die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz Plörer von der bürgerlichen Liste "Für Innsbruck" mit 31 Prozent knapp vor ÖVP-Kandidat Christoph Platzgummer (28 Prozent). Auf die beiden Listen entfielen jeweils neun Mandate. Die Grünen (acht Mandate) überholten die SPÖ (sechs Mandate).

Die Piraten zogen mit einem Sitz in den 40-köpfigen Gemeinderat ein. FPÖ und Rudi Federspiel erreichten jeweils drei Mandate, der ÖVP-Seniorenbund bleibt bei einem Mandat. Die Bürgermeister wurden erstmals direkt gewählt.

Die bereits niedrige Wahlbeteiligung hat bei der Innsbruck-Wahl neuerlich abgenommen. 2006 lag sie noch bei 57,8 Prozent. Heuer schritten nur noch 49,7 Prozent der 96.861 Wahlberechtigten zu den Urnen.

Für die ÖVP bedeutet das vorläufige Innsbrucker Gemeinderatswahlergebnis die Rückeroberung der relativen Mehrheit. Sie legte um 7,1 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent zu und überholte damit die seinerzeit vom heutigen Landtagspräsidenten Herwig van Staa gegründete Bürgermeisterliste "Für Innsbruck", die sechs Prozentpunkte verlor und 20,8 Prozent erreichte.

Die Grünen kamen auf 18,8 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte) oder acht der 40 Sitze. Für die SPÖ bedeutete das Ergebnis ein Minus von 3,7 Prozentpunkte auf sechs Sitze.

Die Liste "Rudi Federspiel" kam auf acht Prozent (minus 1,3 Prozentpunkte), die Freiheitlichen auf 7,9 Prozent (plus 2,9 Prozentpunkte). Der ÖVP-Seniorenbund stagnierte bei 2,7 Prozent.

In dem Ergebnis der Innsbrucker Gemeinderatswahl hat Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) Sonntagabend eine Bestätigung für das bürgerliche Lager gesehen. "Mit diesem Ergebnis ist sichergestellt, dass Innsbruck auch in Zukunft auf Basis unserer bürgerlichen Werte gut regiert werden wird", betonte Platter.