Erstellt am 22. Mai 2016, 14:10

von APA/Red

Stichwahl Hofer-Van der Bellen mit sehr hoher Beteiligung. Auf äußerst großes Interesse stößt die Bundespräsidenten-Stichwahl - nicht nur der in- und ausländischen Journalisten, sondern auch der Wahlberechtigten.

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So gut wie alle Bundesländer meldeten mittags eine höhere Beteiligung als bei der Urnenwahl vor vier Wochen. Dazu kommt noch der Wahlkartenrekord. Die Briefwähler könnten den Ausschlag geben, wenn Norbert Hofer am Abend nur knapp vorne liegt.

68,50 Prozent nahmen am ersten Wahlgang teil. Diesmal könnten es deutlich über 70 Prozent werden - und das, obwohl dieses Mai-Wochenende das erste mit frühsommerlichem Ausflugswetter ist. Aber offensichtlich haben viele Wähler vorgesorgt: Fast 900.000 Wahlkarten wurden beantragt - das ist weit mehr als jemals zuvor. Damit wird es auch so viele Briefwähler wie nie zuvor geben, die Meinungsforscher rechnen mit an die 700.000 gültigen Briefwahlstimmen.

Briefwahlstimmen können Ergebnis drehen

Sie könnten das Ergebnis noch drehen - wenn im vorläufigen Endergebnis, das Sonntagabend verkündet wird, Norbert Hofer (FPÖ) nur wenig über 50 Prozent liegt. Bis zu 51,5 bis 52 Prozent für Hofer könnte Alexander Van der Bellen (Grüne) noch damit rechnen, mit der Auszählung der Briefwahlstimmen am Montag doch noch in die Hofburg einzuziehen.

Die Kandidaten gaben sich bei der Stimmabgabe beide zuversichtlich: Hofer "wünscht und erhofft" 52 Prozent für sich. "Es könnte knapp werden", war seine Einschätzung bei der Stimmabgabe in der Neuen Mittelschule in Pinkafeld gegenüber Journalisten. Hofer ging als Favorit in die Stichwahl, im ersten Wahlgang lag er mit 35,05 Prozent deutlich vorne.



Van der Bellen, der am 24. April mit 21,34 Prozent in die Stichwahl einzog, zeigte sich bei der Stimmabgabe im Amerling-Gymnasium in Wien-Mariahilf dennoch "vorsichtig optimistisch".