Erstellt am 06. September 2011, 13:20

Strache distanziert sich von Ex-FPÖ-Regierungsteam. FPÖ-Obmann Strache übt im Zuge der Telekom-Affäre Distanz zur früheren freiheitlichen Regierungsmannschaft. "Meine heutige FPÖ hat nicht das geringste mit diesen Machenschaften zu tun", beteuerte er am Dienstag. Bereits zu schwarz-blauen Zeiten seien "Gerüchte" kursiert, weswegen man sich schließlich politisch getrennt habe.

FPÖ-Obmann Strache übt im Zuge der Telekom-Affäre Distanz zur früheren freiheitlichen Regierungsmannschaft. "Meine heutige FPÖ hat nicht das geringste mit diesen Machenschaften zu tun", beteuerte er am Dienstag. Bereits zu schwarz-blauen Zeiten seien "Gerüchte" kursiert, weswegen man sich schließlich politisch getrennt habe.

Im Rücktritt von Altkanzler Schüssel als Nationalratsabgeordneter sieht Strache ein "indirektes Schuldeingeständnis". "Die heutige FPÖ hat sich 2005 von diesem schüssel'schen Ungeist befreit", ist Strache bemüht, jeden Verdacht von seiner Partei fernzuhalten. "Unter meiner Führung gibt es keine Korruption, keine Freunderlwirtschaft". Alle Versuche, die "heutige FPÖ in diese damaligen Machenschaften hineinzuziehen", würden "völlig ins Leere" gehen. Die Abspaltung des BZÖ - ein "klarer" und "notwendiger" Schritt für Strache - sei daher völlig richtig gewesen. "Die Geschichte hat uns recht gegeben."

Strache ist laut eigener Aussage an einer Aufklärung der Vorgänge "dringend interessiert". Ein Untersuchungsausschuss müsse spätestens im Oktober eingesetzt werden, die FPÖ werde bei der Sondersitzung einen dahingehenden Antrag stellen. Allerdings gibt sich der FPÖ-Chef nicht mit einer bloßen Durchleuchtung der schwarz-blauen Ära zufrieden. Der Lobbyist Peter Hochegger sei schon zuvor - während einer roten Kanzlerschaft - tätig gewesen. "Auch hinsichtlich der SPÖ gibt es Aufklärungsbedarf", ist sich Strache sicher.

Geht es nach Strache, muss Schüssel auf jeden Fall bei einem eventuellen Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Und gerade der jetzige ÖVP-Chef, Michael Spindelegger, dürfe sich nicht gegen die Einsetzung eines solchen wehren. Dass auch ehemalige Parteifreunde, die jetzt dem BZÖ angehören, aussagen müssten, berührt Strache wenig: "Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, weil ich habe mir von diesen Herrschaften nichts anderes erwartet."