Erstellt am 22. November 2012, 14:30

Strache forderte Nowotny-Rücktritt. FPÖ-Chef Strache hat am Donnerstag den Rücktritt Ewald Nowotny als Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gefordert.

Strache begründete dies mit einer "skandalösen Informationspolitik" der Nationalbank über das von ihr verwaltete Gold der Republik Österreich. Dem BAWAG-Skandal vor einigen Jahren folge jetzt wohl ein "Nationalbankskandal".

Der Chef der größten Oppositionspartei, Strache, und FPÖ-Abgeordneter Deimek, der die Gold-Anfragen gestellt hatte, warfen dem Finanzministerium "unzählige offenkundig unrichtig beantwortete schriftliche parlamentarische Anfragen" vor. Die Nationalbank hatte wie berichtet am Mittwoch eingeräumt, dass 80 Prozent des österreichischen Staatsgolds in London lägen und dass sich nur ein Anteil von 17 Prozent auf österreichischem Territorium befänden.

"Ich wünsche mir einen vertrauenswürdigen Gouverneur. Ewald Nowotny wird den mit seinem Amt verbundenen Ansprüchen in keiner Weise gerecht", erklärte Strache.