Erstellt am 05. März 2013, 13:03

Strache hofft weiter auf Platz 1 im Bund. Trotz der Niederlagen bei den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich will FPÖ-Chef Strache nach wie vor aus der Nationalratswahl als stärkste Kraft hervorgehen.

Der Wähler differenziere zwischen Landes- und Bundeswahlen, gab sich Strache am Dienstag überzeugt. Personelle Konsequenzen in Niederösterreich schloss er nicht aus. In den vergangenen Monaten hatte der FPÖ-Obmann wiederholt als Wahlziel mehr als ein Drittel der Stimmen ausgegeben. Er rechne bei der Nationalratswahl mit drei in etwa gleich starken Parteien, die zwischen 20 und 25 Prozent liegen, erklärte Strache nun. 20 Prozent zu überspringen sei sein Ziel und natürlich werde die Chance bestehen, Platz Eins zu schaffen.

Konzentrieren will sich der FPÖ-Chef im Hinblick auf die Wahl auf die Themen soziale Gerechtigkeit "für unsere eigenen Landsleute", direkte Demokratie und die Entwicklungen in den Bereichen Kriminalität, Sicherheit und "Asylbetrug". Und wenn aus der EU ein "zentralistischer Bundesstaat" werden sollte, müsse man austreten, forderte er außerdem.

Die FPK in Kärnten und die FPÖ in Niederösterreich hätten bei den Wahlen am Sonntag nicht ansatzweise den Erfolg erreicht, den man sich vorgestellt habe, räumte Strache ein - "im Gegenteil: es waren Niederlagen". Es sei wichtig, aus Niederlagen zu lernen, um am Ende stärker zu werden.

Das Ergebnis in Niederösterreich sei "mehr als ernüchternd". Der Schaden war "hausgemacht", analysierte Strache, man sei nicht optimal aufgestellt und außerdem zu passiv gewesen. Gefragt, ob Frontfrau Barbara Rosenkranz zurücktreten soll, verwies Strache darauf, dass alles in den Gremien zu besprechen sei und er vorher nichts sagen könne. Rosenkranz selbst denkt nicht an Rücktritt.

Die Kooperation mit der FPK sei "grundsätzlich eine richtige", aber die Vorgaben, wie man sie sich in der Bundespartei vorstelle, seien noch nicht alle erfüllt. Dass Kurt Scheuch als FPK-Chef abgetreten und nun Christian Ragger geschäftsführender Parteiobmann ist, begrüße er als "ersten Schritt", erklärte Strache, weitere würden folgen. Ein Neuanfang sei notwendig. Auch wiederholte Strache seinen Wunsch, dass die FPK vollständig in der Bundespartei aufgehen soll.