Erstellt am 11. Juli 2013, 14:10

Strache sieht sich nach Facebook-Sperre überwacht. FPÖ-Obmann Strache sieht sich von den USA überwacht. Grund dafür ist der beschränkte Zugang zur eigenen Facebook-Seite "ohne die Angabe eines Grundes".

Gleichzeitig seien vor wenigen Tagen auf der Seite gepostete kritische Einträge zur Causa Snowden verschwunden, teilte die FPÖ am Donnerstag mit. Vonseiten des Unternehmens hieß es gegenüber der APA, man werde sich kundig machen.

Für 30 Tage sei dem FPÖ-Chef die Möglichkeit genommen worden, Beiträge auf seiner Facebook-Fanseite zu veröffentlichen.

Zudem seien seine diesbezügliche Rede im Plenum des Nationalrats sowie eine Presseaussendung, in der er die "lückenlose Aufklärung der Vorgänge" forderte, verschwunden. Hintergrund dieser "Einmischung in den österreichischen Wahlkampf" sei nicht etwa ein Verstoß gegen Nutzungsbedingungen, sondern offenbar die "Wahrung amerikanischer Interessen", ist man sich bei den Freiheitlichen sicher.

"Facebook geriert sich hier als Verteidiger des überwachungswütigen US-Imperiums und belegt somit selbst, dass jeder Argwohn gegenüber US-amerikanischen Internet-Giganten berechtigt ist, was den mangelnden Datenschutz und die Überwachung der Nutzer betrifft", meinte dazu FPÖ-Generalsekretär Vilimsky und forderte die Verantwortlichen auf, Straches Facebook-Profil umgehend wieder freizuschalten.

Facebook überprüft derzeit die Zugangssperre von Strache zur eigenen Seite. Laut einer Unternehmenssprecherin ist die Maßnahme auf keinen Fall politisch motiviert: "Ganz sicher kein Grund für eine Sperrung ist Kritik an Facebook oder Kommentare zu aktuellen politischen Debatten."

"Die Vielzahl an kritischen Kommentaren auf Facebook zeigt überdeutlich, dass Facebook ein Plattform ist, die Kritik nicht nur ermöglicht, sondern aktiv nach Rückmeldung fragt", teilte das Unternehmen weiters mit. Grundsätzlich könne es verschiedene Gründe geben warum ein Konto gesperrt wurde oder man auf einer bestimmten Seite nichts mehr posten kann.

"Facebook ist eine Plattform, auf der sich Menschen über ein breites Spektrum von politischen Meinungen austauschen", so die Facebook-Sprecherin. Um den Bedürfnissen und Interessen einer globalen Bevölkerung gerecht zu werden, schütze man Ausdrucksformen, die den auf der Seite angegebenen Standards der Gemeinschaft sowie der eigenen Richtlinien entsprechen.