Erstellt am 14. Mai 2011, 14:58

Strache steht zu Totengedenken am 8. Mai. FPÖ-Chef Strache hat am Samstag bekräftigt, dass er zum umstrittenen "Totengedenken" der Burschenschafter am 8. Mai auf dem Wiener Heldenplatz steht.

FPÖ-Chef Strache hat am Samstag im "Journal zu Gast" im ORF-Radio bekräftigt, dass er zum umstrittenen "Totengedenken" der Burschenschafter am 8. Mai auf dem Wiener Heldenplatz steht. Er betonte abermals, dass er eine wichtige Einladung aus dem Ausland erhalten habe und deshalb nicht teilgenommen habe.

Kritik übte Strache an der Berichterstattung der Medien im Zusammenhang mit der Veranstaltung. Beim "Totengedenken" werde nicht dem Krieg nachgetrauert, sondern allen Opfern gedacht.

In Norditalien habe er Vertreter verschiedener Parteien getroffen; es sei notwendig, auf europäischer Ebene die "Allianz" zu stärken, etwa gegen einen EU-Beitritt der Türkei oder für ein EU-weites Volksbegehren gegen Asylmissbrauch, sagte der freiheitliche Parteiobmann. Zum Thema Schuldenhilfe meinte Strache, in der derzeitigen Situation wäre eine Bankenkonkursordnung vernünftig gewesen. Für Pleitestaaten brauche es ein Entlassen aus der Eurozone.

Angesprochen darauf, dass die FPÖ plane, das Bekenntnis zur "deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft" wieder ins Parteiprogramm aufzunehmen, erklärte Strache: Er sei ein leidenschaftlicher Österreicher, man bekenne sich eben zur Geschichte.

Mit Kritik haben SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ am Samstag auf den Auftritt Straches im ORF-Radio. ÖVP-Generalsekretär Rauch ortete "Unreife" und "Mutlosigkeit" bei Strache, für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas ist der FPÖ-Chef nur ein "politischer Maulheld".

"Tatsächlich erhellend" war Straches Auftritt für den Grünen Abgeordneten Öllinger: "Ich hoffe, dass die deutlichen und eindeutigen Positionen, die Strache heute bezogen hat, etliche von denen, die sich eine Wahl der FPÖ vorstellen können, davon abbringt." BZÖ-Generalsekretär Ebner meinte, man merke, dass Strache der Gedenkveranstaltung am 8. Mai nur widerwillig ferngeblieben sei, "diese dilettantischen PR-Versuche in Richtung bürgerliches Lager können den braunen Bodensatz in Straches Partei aber nicht bedecken".