Erstellt am 24. Oktober 2013, 14:02

Strache warnt in "Österreich-Rede" vor Stillstand. FPÖ-Chef Strache hat am Donnerstag in einer wie schon im Vorjahr im Palais Epstein gehaltenen Rede vor einem Stillstand in den kommenden fünf Jahren unter einer Neuauflage von Rot-Schwarz gewarnt.

ÖVP und SPÖ hätten nichts aus dem Wahlergebnis der Nationalratswahl gelernt, sagte der Obmann, der sich einmal mehr über die von der SPÖ betriebene "dümmliche Ausgrenzung" seiner Partei ärgerte.

FP "auf Augenhöhe mit den ehemaligen Großparteien"

Die FPÖ sei der "große Wahlsieger" der Nationalratswahl, erklärte Strache in der als "Österreich-Rede" im Vorfeld des Nationalfeiertages staatsmännisch inszenierten Ansprache vor rund 200 geladenen Gästen. Die FPÖ liege "auf Augenhöhe mit den ehemaligen Großparteien", sagte er.

"Ich habe auch sehr bewusst versucht, auf die stärkste Partei zuzugehen und diese Partei aufgefordert, diese dümmliche Ausgrenzung zu beenden", sagte Strache zur ablehnenden Haltung der SPÖ gegenüber der FPÖ. Aber in der Sozialdemokratie sei man wieder nicht bereit gewesen, dieses "Zeitfenster" zu nützen.

Warnung vor Entwicklung "islamischer Parallelgesellschaften"

Nun werde bereits wieder "fleißig an einer Neuauflage der rot-schwarzen Koalition verhandelt". "Es ist zu befürchten, dass das Ungemach der letzten Jahre sich fortsetzt", sagte Strache, der aber lediglich den Versuch ortete, "die Auslage neu zu dekorieren".

Eine Warnung sprach Strache vor der "Entwicklung von islamischen Parallelgesellschaften" aus, die es in ganz Europa gebe. "Solche Biotope müssen ausgetrocknet werden. All jene, die sich weigern, sich der Leitkultur des Gastlandes anzupassen, die Trennung von Religion und Staat nicht anerkennen oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht anerkennen, die haben in unserer Gesellschaft nichts verloren." Zur Türkei sagte er, jegliche Beitrittsgespräche seien zu beenden: "Die Türkei hat nichts in Europa verloren."