Erstellt am 15. September 2011, 14:14

Strache weist Vorwürfe in Buwog-Causa zurück. FPÖ-Chef Strache weist die Vorwürfe in der Causa Buwog zurück. Er will den im Buwog-Verfahren beschuldigten Immobilienmakler Ernst Karl Plech maximal vom Sehen kennen.

 "Ich habe mit Ernst Karl Plech nie etwas zu tun gehabt." Auf die Frage ob Plech Mitglied der Freiheitlichen ist oder war, meinte Strache: "Meines Wissens nach war Plech nie ein FPÖ-Mitglied".

Auch den ehemaligen ÖBB-Vorstand und jetzigen Westbahn-Chef Stefan Wehinger kennt Strache eigenen Angaben zufolge nicht. "Auch Wehinger war meines Wissens nach nie ein Parteimitglied". Wehinger war vor kurzem vorgeworfen worden, er habe als ÖBB-Manager an den Lobbyisten Peter Hochegger 180.000 Euro für die Erfindung des Wortes "Railjet" gezahlt, obwohl der Name von einem ÖBBler in einer ÖBB-Veranstaltung kreiert wurde. Wehinger berief sich darauf, dass Hochegger eben die Namensrechte hatte. Wehinger war unter dem ehemaligen FPÖ-Spitzenpolitiker, Verkehrsminister und Vizekanzler Gorbach zur Bahn gekommen.

Gorbach hat nach seinem Ausscheiden aus der Politik laut dem Magazin "News" von der Telekom Austria über den Lobbyisten Peter Hochegger mehr als eine Viertelmillion Euro für seine Sekretärin gezahlt bekommen. Gorbach weist den Vorwurf der Bestechlichkeit von sich. Auch der ehemalige FPÖ-Minister Mathias Reichhold soll von der Telekom über Hochegger 72.000 Euro bekommen haben. Reichhold betont, dass es sich dabei aber um Beratung für Hochegger im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft Österreichs und nicht für die Telekom Austria handelt. Geld soll auch an den ehemaligen FPÖ-Politiker Reinhart Gaugg geflossen sein, die Rede ist von 30.000 Euro. Das FPÖ-Parteiblatt "Neue Freie Zeitung" wiederum soll sich an Druckkosten-Beiträgen erfreut haben.

Strache betonte, dass er im Jahr 2005 einen klaren Schlussstrich gezogen hat und die diversen Skandale von Buwog über den Blaulichtfunk bis zur Telekom Austria nichts mehr mit der Strache-FPÖ zu tun haben. Strache erklomm die Spitze der Freiheitlichen im Jahr 2005 und war zuvor Chef der FPÖ-Wien. Die Buwog wurde 2004 verkauft.