Erstellt am 02. Juli 2013, 17:15

Strache will Asyl für US-Aufdecker in Österreich. Nach Grünen-Chefin Glawischnig hat sich auch FPÖ-Obmann Strache für die Gewährung von Asyl für den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden stark gemacht.

"Wer, wenn nicht er?", meinte Strache in der "Kleinen Zeitung". Als Aufdecker und Kämpfer für mehr Bürgerrechte sei Snowden ein klassischer Fall für Asyl. Auch Caritas-Präsident Franz Küberl ist laut der Zeitung dieser Ansicht. Kein gutes Haar ließ Strache an den USA und deren Präsident Barack Obama: "Ich bin empört, dass offensichtlich alle Österreicher rund um die Uhr bespitzelt und unsere private Daten offensichtlich gespeichert werden. Offensichtlich lautet das US-Motto Obamas 'Yes, we scan'".

Caritas-Präsident Küberl sah "wenig Gründe, warum man Snowden kein Asyl gewähren würde. Allerdings muss er wie jeder andere Asylwerber ein normales Verfahren durchlaufen" , so Küberl. Snowden habe "Ungeheuerlichkeiten" aufgedeckt und müsse jetzt "um sein Leben fürchten." Mit seinen Enthüllungen habe er sich große Verdienste um "die Grundrechte und die Demokratie" erworben.

Auch Europaabgeordnete von SPÖ, FPÖ und Grünen haben sich dafür ausgesprochen, Snowden Asyl in Österreich zu gewähren. "Ich bin unbedingt dafür, dass ihm die Republik Asyl anbietet", sagte SPÖ-Delegationsleiter Jörg Leichtfried. Ähnlich äußerten sich der FPÖ-Abgeordnete Franz Obermayr und die Grüne Mandatarin Eva Lichtenberger.