Erstellt am 04. Oktober 2013, 14:09

Strache will nicht mit Team Stronach. Die Option Schwarz-Blau-Stronach könnte bei der Regierungsbildung schon wieder vom Tisch sein: FPÖ-Chef Strache sprach sich Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz klar gegen eine Koalition mit dem Team Stronach aus.

"Das wäre eine Fahrlässigkeit, wir bauen nicht auf Sand", meinte er angesichts der Turbulenzen in der Milliardärspartei. Kontakte nimmt Strache dafür mit SPÖ und ÖVP auf.

Häme Richtung BZÖ und Stronach: "Verschwendete Stimmen"

Für Montag sind Gespräche mit SPÖ-Klubobmann Cap und VP-Chef Spindelegger vorgesehen. Die Vorgänge im Team Stronach mit der Absetzung diverser Spitzenrepräsentanten sowie im aus dem Nationalrat geflogenen BZÖ mit den Parteiausschlüssen von Ewald Stadler und Stefan Petzner kommentiert man bei den Freiheitlichen mit einer Mischung aus Ärger und Häme.

So meinte Strache, es habe sich gezeigt, dass die Stimmen für die beiden Parteien verschwendete gewesen seien. Hätten die hinters Licht geführten Wähler gleich für die FPÖ gestimmt, hätten die Freiheitlichen nun eine stärkere Position, im Land etwas gestalten zu können.

Schadenfreude über Schicksal der einstigen "Verräter"

Andererseits gefällt es Strache und seinem Generalsekretär Herbert Kickl sichtlich gut, dass das BZÖ parlamentarische Geschichte ist und sich das Stronach-Team hauptsächlich mit internen Querelen aufhält. Dem orangen Bündnis richtete der FPÖ-Chef aus: "Der Verrat holt die Verräter immer ein." Bei Stronach sieht er das Projekt Politik bereits im "Auslaufen".

Ausgeschlossen wurde vom FPÖ-Obmann, dass Stronach-Mandatare in den freiheitlichen Klub wechseln könnten: "Mit Sicherheit nicht. Das wird es unter meiner Obmannschaft nicht spielen."

Auch für die ausgeschlossenen BZÖler Petzner und Stadler wird es bei den Freiheitlichen keine neue alte Heimat geben. Er freue sich für Petzner, dass er mit Stadler einen neuen Lebensmenschen gefunden habe. Bei den Freiheitlichen seien die beiden aber nicht willkommen, betonte Strache: "Die FPÖ ist kein Sammelbecken für gescheiterte politische Existenzen."