Erstellt am 21. März 2011, 10:48

Strasser legt Aufsichtsratsmandate zurück. In der Affäre um den mittlerweile zurück getretenen ÖVP-EU-Delegationsleider Ernst Strasser kommt weiter Bewegung. Strasser hat seine beiden Aufsichtsratsmandate bei den Firmen G4S Security (ehemals Wiener- Wach- und Schließgesellschaft) und dem künftigen ÖBB-Konkurrenten Westbahn zurückgelegt.

"Wir haben Sonntagabend miteinander telefoniert und Herr Strasser hat mir mitgeteilt, dass er seine Funktion zurücklegen wird", erklärte G4S-Geschäftsführer Harald Neumann. Der Ex-Innenminister unter dem damaligen Kanzler Wolfgang Schüssel (V) wolle damit Schaden vom Unternehmen abwenden. Von der Westbahn des Industriellen Hans Peter Haselsteiner (Strabag) hieß es: "Die Gesellschaft legt Wert auf die Feststellung, dass neben der Aufsichtsratsvergütung von 10.000 Euro pro Jahr keine weiteren Zahlungen an Herrn Dr. Strasser getätigt wurden. Es wurden keine Lobbying-Tätigkeiten von Herrn Dr. Ernst Strasser erbeten, in Auftrag gegeben oder bezahlt."

Strasser ist seit Mai 1998 auch Präsident des Hilfswerks. Ob er diese Funktion behalten wir, stand vorerst nicht fest. "Wir haben dazu noch keine Stellungnahme", hieß es am Montag bei der größten Sozialorganisation Niederösterreichs. "Wir werden auf jeden Fall informieren, wenn es etwas Neues gibt."

Noch offen ist, ob Strasser weiterhin Präsident des Hilfswerkes bleibt.