Erstellt am 06. September 2013, 12:58

Stronach bewirbt sein Umweltprogramm. Frank Stronach hat am Freitag das Umweltprogramm seiner Partei vorgestellt. Es gehe ihm um eine "bessere Balance zwischen Umwelt und Wirtschaft", erklärte der Gründer des Team Stronach, der dafür neun Experten versammelt hat.

Die Politik müsse klare Regeln für nachhaltiges Wirtschaften vorgeben, die dann gemeinsam umgesetzt werden könnten, ist sein Credo.

"Dadurch, dass ich jetzt in der Politik bin, kann ich das vielleicht mehr forcieren", glaubt Stronach. Als eine der zahlreichen Maßnahmen schwebt dem Austro-Kanadier eine "Spezialuniversität" vor. Diese solle als "privat-öffentliche" Einrichtung eine Kooperation zwischen Wirtschafts- und Umwelt-Experten ermöglichen. Auf die Frage, ob er selbst diese Uni finanzieren woll, meinte Stronach allerdings: "Ich kann nicht das ganze Land finanzieren" - man müsse sich für dieses Projekt "zusammensetzen". Seine Mitarbeiterin Kathrin Nachbaur verwies auf Stronachs Kooperation mit der Universität Graz, wo mehrere Lehrstühle finanziert worden waren.

Nachhaltiges Städte-Design und biologische Landwirtschaft

Die Uni-Idee ist nur ein Punkt im umfangreichen Konvolut, das heute der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Themenpalette reicht von nötigen Rahmenbedingungen für Nachhaltigkeit in der Wirtschaft über "Kreislaufwirtschaft" (zur Ressourcenschonung) bis hin zum Klimawandel. Der "Schutz unserer Kinder", etwa vor Chemikalien, findet sich ebenso im Programm wie "nachhaltiges Design, Architektur und Städte der Zukunft". Biologische Landwirtschaft wird hervorgehoben, aber differenziert betrachtet, das Auto soll zu "100% rezyklierbar werden" und auch "Bürgerbeteiligung und starke Demokratie" sind nach Ansicht des Experten-"Boards" wesentliche Nachhaltigkeitsfaktoren.

Erstellt wurde das Umweltprogramm, nach Ansicht Nachbauers "vielleicht das beste einer Partei auf der ganzen Welt", vom umtriebigen Event-Organisator Georg Kindel. Er setzte mit seiner Agentur "Prima Vista" in den vergangenen Jahren stark auf Öko-Themen.