Erstellt am 28. Oktober 2013, 17:04

Stronach sieht "Reinigungsprozess" in seinem Team. Parteigründer Frank Stronach sieht die Turbulenzen in seinem "Team" als "Reinigungsprozess", der in einer so jungen Partei "normal" sei.

In der ORF-"Pressestunde" kündigte er am Sonntag die Überarbeitung der Parteistatuten bis Ende November an, sie würden dann "sehr demokratisch" sein. Wiederholt betonte Stronach, dass Parteimitglieder, die "die Werte" nicht vertreten, ausgeschlossen werden.

"Wenn ein paar weggehen wollen, dann werden sie weggehen", das werde sich in "Wochen oder Monaten" zeigen, meinte Stronach auf die Frage, ob vielleicht einige Abgeordnete die Partei verlassen: "Wenn man Leute nicht lange kennt, ist es schwierig, die Hand ins Feuer zu legen, dann hat man Brandwunden." Immer noch hofft Stronach, dass Monika Lindner - die "wilde" Nationalrats-Abgeordnete wird - ihr Mandat nicht annimmt. Er persönlich werde sie nicht klagen, vielleicht aber die Partei - und das werde nicht er entscheiden.

Werte müssen eingehalten werden

Dass nach der mäßig erfolgreichen Nationalratswahl - FRANK kam auf 5,7 Prozent - einige Landesgruppen massiv personell umgebaut wurden und es auch Abspaltungstendenzen gibt, erklärte Stronach damit, dass die Partei sehr jung sei. Jetzt gebe es einen "Reinigungsprozess", in dem die Leute "aussortiert" würden: "Wir haben gewisse Werte, die müssen eingehalten werden, wenn die Leute sie nicht einhalten, dann brauchen wir sie nicht." Gar so ein Chaos sieht Stronach aber nicht, "ihr macht das stärker wie es ist", hielt er den Journalisten vor. Es habe zuletzt ein "Familientreffen" des Teams gegeben, wo sich "alle dazu bekannt haben, dass sie dabei sein wollen".

Stronach selbst hat aber offenbar schon ein wenig den Überblick verloren. Denn den Namen der - am 14. Oktober eingesetzten - neuen Kärntner "Parteiobmännin" (wie er es nannte) Andrea Krainer wusste er nicht: "Ich muss kurz nachschauen", sagte er, das ganze sei ja erst "vor ein paar Tagen passiert".

Dass von einigen Ländern Geld zurückgefordert wird, verteidigte Stronach einmal mehr: Die Bundespartei haben diesen das Geld geborgt, es gebe Darlehensverträge - und auch diese seien "Teil der Werte". Leuten, die das Team und seine Werte nicht unterstützen, werde er "nicht das Geld geben". Bei den politischen Mitbewerbern hat Stronachs Auftritt nur schwache Resonanz hervorgerufen.