Erstellt am 21. September 2012, 09:18

Stronach stellt seine Partei kommende Woche vor. Frank Stronach will nächste Woche loslegen. Dann nämlich wird der reiche Austrokanadier seine neue Partei inklusive Programm und wohl auch schon einer kleinen Kampagne präsentieren.

"Wir sind im Großen und Ganzen fertig", sagte ein Sprecher. Der Partei-Name indes "steht noch nicht ganz fest". Klar ist aber: "Stronach kommt auf jeden Fall drin vor". Auch die formale Anmeldung als Partei mit allem, was dazugehört, soll demnächst über die Bühne gehen. Zuletzt hatten ja im Innenministerium hinterlegte Statuten für eine Frank-Stronach-Partei für Verwirrung gesorgt, denn die Mitarbeiters Stronachs hatten betont, nichts damit zu tun zu haben. Wer dahintersteckt, sei noch nicht ganz klar, sagte sein Sprecher, aber "man arbeitet daran", die Urheber zu suchen.

Zuletzt kolportiert wurde unter anderem "Team Stronach" als Bezeichnung für die neue Partei. Stronach werde bei der ersten Präsentation jedenfalls sein Programm darlegen, seine "Werte, Inhalte, kurz, wofür er steht". Geplant ist offenbar, die Parteigründung auch mit einer Kampagne zu begleiten. "Österreich" berichtete jüngst von bereits abgedrehten TV-Spots. Das wollte Stronachs Sprecher so nicht bestätigen. Natürlich werde man aber zum Auftakt geeignete Maßnahmen ergreifen, um sich dem Wahlvolk bekannt zu machen.

Ebenfalls nicht bestätigt wird weiterhin die kolportierte Höhe der Geldsummen, die Stronach in die Hand zu nehmen gedenkt. Von 25 Millionen Euro war da mitunter die Rede. "Frank Stronach hat immer gesagt, es wird so viel Geld ausgegeben, wie notwendig ist."

Weitere personelle Verkündigungen seien für kommende Woche übrigens nicht zu erwarten, betonte Stronachs Sprecher. Bis dato sind ja vier aktive Nationalratsabgeordnete - der Ex-SPÖler Gerhard Köfer sowie der "wilde" Mandatar Erich Tadler (früher BZÖ), Ex-BZÖ-Abgeordneter Robert Lugar sowie Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, ebenfalls vormals BZÖ - ins Stronach-Lager gewechselt. Einen Versuch, Klubstatus zu erlangen, könnten sie ab fünf Mitgliedern starten.