Erstellt am 05. Oktober 2013, 16:58

Stronach will 10 Millionen Euro zurückhaben. Frank Stronach hat den Landesorganisationen der von ihm gegründeten Partei laut Medienberichten 13,6 Millionen Euro als "Darlehen" zukommen lassen. Und insgesamt zehn Millionen Euro davon will Stronach zurückhaben.

 Die Landesorganisationen müssen diesen Betrag "in den nächsten zehn Jahren zurückzahlen, also eine Million Euro pro Jahr", wird der Austrokanadier zitiert.

Bundespartei habe das "Recht", eine gewisse Summe zurückzuverlangen

3,6 Millionen sollen demnach in eine Spende umgewandelt werden, die am Montag auch ordnungsgemäß dem Rechnungshof gemeldet werden soll. Stronach betonte zudem, dass er das Geld nicht "persönlich" zurücknehme. Es soll noch entschieden werden, ob das Geld entweder an die Bundespartei geht oder für karitative Zwecke gespendet wird.

Jedenfalls habe er "das Recht, eine gewisse Summe für die Bundespartei des Team Stronach zurückzuverlangen". Das sei auch in den Darlehensverträgen geregelt, die die Landesparteien unterschrieben hätten.

Details zu den Rückzahlungen waren im Team Stronach vorerst nicht zu erfahren. Ein Sprecher erklärte am Samstag, dass "Landeswahlkämpfe" mit Geldern der Bundespartei finanziert würden, und nach geschlagener Wahl werde das Geld eben wieder zurückgezahlt - "wenn es fällig gestellt wird".

Außer NÖ und Kärnten keine Angaben, Nachbaur mit "Vollmacht"

Über die Größenordnung dieser Darlehen hatte die Partei bisher keine Angaben gemacht. Bekannt war lediglich, dass die niederösterreichische Partei 3,5 Millionen Euro zurückzahlen soll, für Kärnten wurde ein Betrag von einer Million Euro kolportiert.

In Sachen Parteiorganisation ließ Stronach wissen, dass die designierte Klubobfrau des Team Stronach, Kathrin Nachbaur, eine "Vollmacht" von ihm erhalten habe: "Ein wichtiger Punkt ist, dass sie jetzt Personal einstellen darf, das ich nicht mehr entlassen kann." Außerdem arbeite sie daran, "dass unsere Strukturen demokratischer werden".