Erstellt am 20. Januar 2012, 11:59

Studentenzahlen wachsen weiter an. Die Studentenzahlen an Österreichs Hochschulen werden weiter ansteigen und dabei Fachhochschulen (FH) und Pädagogische Hochschulen (PH) in den kommenden 20 Jahren an relativer Bedeutung etwas dazugewinnen

Das besagen erste Ergebnisse der im Auftrag des Wissenschaftsministeriums erstellten Hochschulplanungsprognose 2011, die im Rahmen des Universitätsberichts am Freitag präsentiert wurde.

Demnach wird es im Studienjahr 2029/30 rund 385.000 Studenten in Österreich geben, was gegenüber 2009/10 (331.000 Studenten) einem Plus von 16 Prozent entspricht. Die öffentlichen Universitäten weisen laut Prognose in 20 Jahren über ein Siebentel mehr Studenten auf (2009/10: rund 277.000; 2029/30: etwa 320.000). Die Zahl der Studierenden an FH (von rund 37.000 auf etwa 45.000 Studierende) und PH (rund 9.700 auf etwa 12.100) werden in der selben Zeit sogar um jeweils fast ein Viertel wachsen, während der Sektor von Privatunis und Universitätslehrgängen ein Fünftel dazugewinnen wird (rund 9.500 auf etwa 11.600).

Auch die Zahl der deutschen Studierenden wird weiter zunehmen. Statistik Austria führt das einerseits auf die generell steigende Zahl deutscher Studienberechtigter, aber auch weiterer doppelter Abiturientenjahrgänge in einzelnen Jahren in Deutschland zurück. Bei gleichbleibenden Zugangsregeln werden in zwanzig Jahren rund 13 Prozent der Studenten deutsche Staatsbürger sein (2009/10: etwa acht Prozent).

Generell wird die Tendenz, dass sich immer mehr Jugendliche für den Besuch einer maturaführenden Schule entscheiden, den demographisch bedingten Schwund der Zahl der Personen im typischen Maturaalter kompensieren. Bis 2030 wird der Anteil der 18- bis 19-Jährigen, die eine Matura abschließen, sogar auf rund 46 Prozent steigen (2007: rund 39). Bis 2019 ist zwar infolge schwächer besetzter Jahrgänge mit leicht sinkenden Maturantenzahlen zu rechnen (von rund 39.000 im Jahr 2007 auf etwa 38.300), danach wird die Zahl jedoch wieder zu steigen beginnen (2030 beinahe 41.000).