Erstellt am 10. Juni 2013, 11:53

Studienabschlüsse seit 2000/01 verdoppelt. Die Zahl der Studienabschlüsse an den österreichischen Universitäten hat sich vom Studienjahr 2000/01 bis 2011/12 verdoppelt.

Das zeigt eine Auswertung aus der statistischen Datenbank des Wissenschaftsministeriums. 2000/01 schlossen noch 17.155 Personen ein Studium ab, 2011/12 waren es bereits 34.342.

Ursache für den steilen Anstieg dürften die starke Zunahme der Studentenzahl und die Umstellung auf das Bologna-System sein, das schnellere Studienabschlüsse ermöglicht. Für den Erstabschluss in dieser Variante, den Bachelor, ist im Regelfall eine Mindeststudienzeit von nur sechs Semestern vorgesehen, für den Erstabschluss im "alten" Diplomstudiensystem (meistens: Magister) eine Mindeststudienzeit von im Regelfall acht Semestern. Dementsprechend ist auch der Zweitabschluss im Bologna-System (Master) schneller erreichbar als im Diplomstudium (Doktorat). In den vergangenen Jahren sind die meisten Diplomstudien auf das Bologna-System umgestellt worden.

Insgesamt haben 2000/01 15.070 Personen einen Erstabschluss erreicht, 2011/12 waren es 27.209. Bei den Zweitabschlüssen war sogar mehr als eine Verdreifachung zu verzeichnen. 2000/01 wurden noch 2.085 Doktorate abgeschlossen, 2011/12 gab es dagegen schon 7.133 frisch gebackene Master bzw. Doktoren.

Auch beim Frauenanteil hat sich einiges getan: Herrschte 2000/01 noch praktisch Geschlechterparität bei der Zahl der Gesamt-Abschlüsse, haben die Frauen mittlerweile mit einem Anteil von 56,7 Prozent klar die Nase vorn. Bei den Erstabschlüssen beträgt der Frauenanteil mittlerweile sogar fast 60 Prozent.

Knapp in Führung liegen die Männer dagegen noch auf höherem akademischem Niveau: Bei den Zweitabschlüssen kommen sie noch auf einen Anteil von 53,2 Prozent - im Vergleich zu den 62,8 Prozent im Studienjahr 2000/01 deuten allerdings auch hier die Zeichen auf ein baldiges Vorbeiziehen der Frauen.