Erstellt am 29. Oktober 2011, 13:41

Studiengebühren - ÖH von Van der Bellen enttäuscht. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist vom Studiengebühren-Vorstoß des Ex-Grünen-Chefs Van der Bellen enttäuscht. Die Abschaffung 2008 sei kein Fehler sondern eine richtige Entscheidung gewesen, so die ÖH. Bei den Grünen gab man sich gegenüber der APA gelassen.

Es handle sich um eine Einzelmeinung, die Position der Grünen gegen die Einführung von Studiengebühren sei völlig klar. Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam bezeichnete Van der Bellens Forderung als enttäuschend. Er solle sich für die Ausfinanzierung der Hochschulen durch den Bund einsetzen, anstatt Studierende schröpfen zu wollen. Noch deftiger formulierte es Lea Laubenthal von den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS): "Wenn sich Van der Bellen in dieser zentralen Frage von den Grünen Grundsatzpositionen verabschiedet, sollte er sich wohl besser überlegen, die Partei zu verlassen und sich bei der ÖVP als Nachfolger eines rücktrittsreifen Wissenschaftsministers mit zweifelhaftem Verhältnis zur Verfassung zu bewerben. Die Anbiederung hat ja scheinbar schon begonnen."

Zustimmung kam aus der ÖVP. "Die Aussage des Wiener Sonderbeauftragten für Universitäten ist ein wichtiges Signal, das ich sehr begrüße", so Wissenschaftssprecherin Cortolezis-Schlager, die an die SPÖ appellierte, ihre Blockade für inhaltliche Gespräche aufzugeben. Auch BZÖ-Wissenschaftssprecher Widmann sprach sich für eine Koalition der Vernunft aus und kündigte eine entsprechende Initiative an.