Erstellt am 04. Oktober 2013, 13:10

Team Stronach: Direktorium soll am Mittwoch tagen. Mit der Schaffung eines neuen "Bundesdirektoriums" will das Team Stronach nach dem Köpferollen der vergangenen Tage wieder Ruhe in die Partei bringen.

Erstmals zusammentreten wird das Direktorium, in dem Bundes- und Landesparteien vertreten sein werden, am Mittwoch. Der Salzburger Landesrat Mayr fordert die Verankerung des Direktoriums in den Statuten, um Alleingänge künftig zu verhindern.

Kompetenzen des Gremiums sind noch unklar

Angekündigt wurde die Schaffung des Bundesdirektoriums sowohl von Mayr selbst als auch von der designierten Nationalrats-Klubchefin des Team Stronach, Kathrin Nachbaur. Nachbaur sagte, das Direktorium soll "oberstes Organ" sein. Welche Kompetenzen es haben soll, ist aber noch offen.

Vertreten sein sollen im Direktorium jedenfalls die elf Nationalratsabgeordneten, die Landesräte des Team Stronach und die kürzlich von der Bundespartei neu installierten Landesobleute. Mayr plädiert dafür, das Direktorium in den Parteistatuten zu verankern, damit Einzelentscheidungen wie in den letzten Tagen künftig nicht mehr möglich sind.

Gabmann junior fordert innerparteiliche Demokratie

Auch der Klubchef des Team Stronach im NÖ Landtag, Ernest Gabmann junior, fordert mehr innerparteiliche Demokratie. Die Parteimitglieder sollen demnach zumindest die Möglichkeit erhalten, ihre Delegierten in der Partei zu wählen. Außerdem plädiert Gabmann dafür, den Parteien per Verfassungsbestimmung einen Mindeststandard an innerparteilicher Demokratie vorzuschreiben.

Nicht gewusst hat Gabmann nach eigenen Angaben, dass die Unterstützung der Bundespartei für den Landtagswahlkampf des niederösterreichischen Team Stronach in Form von Darlehen gewährt wurde. Allerdings bezweifelt Gabmann, dass wirklich 3,5 Mio. Euro in den Wahlkampf geflossen sind.

Sollte die Landespartei diese Mittel komplett zurückzahlen müssen, dann wäre die politische Tätigkeit in Niederösterreich jedenfalls "stark eingeschränkt", warnt der Klubchef.