Erstellt am 19. Oktober 2013, 09:30

Team Stronach gab fast 40 Euro pro Wähler aus. Das Team Stronach hat mit Abstand am meisten Geld für den Wahlkampf ausgegeben.

Das Marktforschungsinstitut Focus Research hat von Juli bis September insgesamt politische Werbung im Wert von 32,5 Mio. Euro registriert, fast ein Drittel davon vom Team Stronach (10,7 Mio. Euro). Damit hat Stronach knapp 40 Euro pro Wähler ausgegeben.

Auf Platz zwei liegt die SPÖ mit 7,1 Mio. Euro und damit knapp über der Wahlkampfkostengrenze. Die SPÖ beharrt dennoch darauf, das 7 Mio.-Limit eingehalten zu haben und verweist u.a. auf (in der Focus-Darstellung nicht berücksichtigte) Rabatte. Die von Focus erhobenen Ausgaben der Parteien für politische Werbung umfassen Plakate, Inserate, TV-, Radio- und Kino-Spots sowie Onlinewerbung.

Tatsächlich basieren die Zahlen auf den offiziellen Listenpreisen der jeweiligen Medien, die in der Werbebrache durchaus üblichen Rabatte können also nicht berücksichtigt werden. Dennoch erlauben die Zahlen Rückschlüsse darauf, welche Parteien am meisten Geld in den Wahlkampf investiert haben. Auffällig auch: vier von fünf Werbe-Euros flossen ins Wahlkampf-Finale.

32,5 Mio. Euro für politische Werbung

Insgesamt weist die Focus-Erhebung für die Monate Juli bis September Ausgaben von insgesamt 32,5 Mio. Euro für politische Werbung aus. Fast ein Drittel davon entfällt auf das Team Stronach (10,7 Mio. Euro), weitere 7,1 Mio. Euro auf die SPÖ. Auf den Plätzen drei und vier folgen - mit jeweils deutlichem Abstand - ÖVP (5,0 Mio. Euro) und FPÖ (3,5 Mio. Euro). Die Grünen haben demnach 2,9 Mio. Euro in Werbung investiert, das BZÖ 2,1 Mio. Euro und die NEOS 942.000 Euro.

Für jede Gültige Stimme haben die Parteien somit knapp sieben Euro an Wahlwerbung ausgegeben. Wobei die FPÖ auf den effizientesten Mitteleinsatz verweisen kann (3,6 Euro pro Wähler). Beim Team Stronach stehen den Werbekosten von 10,7 Mio. Euro dagegen nur 268.679 Wähler gegenüber - das entspricht also Werbekosten von fast 40 Euro pro Stronach-Wähler.

Team-Stronach-Bundesgeschäftsführer Ronald Bauer erscheinen über 10 Mio. Euro für Inserate, Plakate & Co "sehr hoch". Ob die Partei die Wahlkampfkostengrenze eingehalten hat, ist laut Bauer noch nicht klar, weil noch nicht alle Rechnungen vorliegen. Ich hoffe immer noch, dass wir darunter sind", sagte Bauer. Ziel der Partei sei es jedenfalls gewesen, die Wahlkampfkostengrenze einzuhalten. Im Wahlkampf hatte es diesbezüglich widersprüchliche Aussagen gegeben.