Erstellt am 08. Oktober 2013, 12:41

Team Stronach kommt nicht zur Ruhe. Im Team Stronach rumort es weiter. Am Dienstag ging das Verwirrspiel in der Kärntner Landespartei weiter.

Während der von Frank Stronach eingesetzte Neo-Landesparteichef Schalli am Mittwoch bei einer Direktoriumssitzung in Oberwaltersdorf teilnehmen wird, wird Landesrat Köfer am Donnerstag nach Oberwaltersdorf fahren, um über Forderungen der Kärntner Landesgruppe nach mehr Autonomie zu verhandeln.

Die Kärntner Verhandlungsgruppe, die am Donnerstag nach Niederösterreich reisen wird, wird insgesamt aus sieben Personen bestehen. Zu den Verhandlern zählen neben Köfer unter anderem der Klubobmann im Landtag, Hartmut Prasch, Klubdirektor Karl Markut und auch Ex-Landtagsabgeordneter Lojze Dolinar. Die Kärntner fordern etwa "verschiedene demokratische Strukturen" und einen eigenständigen Namen für das Team Stronach in Kärnten.

Weiters soll auch die von Frank Stronach zurückgeforderte Million Euro nicht zurückgezahlt werden müssen. Zudem soll die Installation von Schalli rückgängig gemacht und der alte Parteivorstand um Köfer wieder eingesetzt werden. Schalli selbst beansprucht jedoch nach wie vor den Parteivorsitz für sich.

"Gewisse Autonomie" auch für Tirol

Der Tiroler Team Stronach-Landeschef Walter Jenewein erwartet sich von der Parteisitzung in Oberwaltersdorf am Mittwoch eine "Gesamtlösung". Er sei überzeugt, dass "etwas Gutes" herauskommen werde. Die Forderung der Kärntner Landesgruppe nach einem "Autonomiemodell" wollte Jenewein nicht kommentieren, beharrte jedoch für alle Bundesländer und somit auch für Tirol auf eine "gewisse Autonomie". "Die Landesgruppen müssen so ausgestattet sein, dass sie gescheit arbeiten können", forderte er.

Ähnliches fordert auch der oberösterreichische Team Stronach-Chef Leo Steinbichler. "Ich glaube, dass sich die Länder ihre Stellen aufbauen müssen", sagte er. "Wenn man von oben wie beim Schachspiel eingreift, bringt das kein Vertrauen." Der seit vergangener Woche amtierende Salzburger TS-Chef Helmut Naderer ist hingegen zufrieden mit der Entwicklung seiner Partei. "Ich bin guter Dinge, dass sich das in die richtige Richtung entwickelt."