Erstellt am 31. August 2011, 12:52

Telekom-Affäre erreicht Ex-FPÖ-Minister Reichhold. Neue Details in der Telekom-Affäre: Laut "News" soll der frühere FPÖ-Minister Mathias Reichhold nach seinem Ausscheiden aus der Regierung über die Agentur von Peter Hochegger 72.000 Euro für Telekom-Beratung kassiert haben.

In Hocheggers Valora-Buchhaltung finde sich dazu eine dementsprechende Rechnung an Reichhold vom 30. Dezember 2005.

Reichhold war als Minister auch für die Telekom zuständig. Der Kärntner war von Februar 2002 bis Ende Februar 2003 Bundesminister für Verkehr, Infrastruktur und Technologie und wurde von Hubert Gorbach (FPÖ/BZÖ) abgelöst. Reichhold war außerdem von September bis Oktober 2002 für 40 Tage auch FPÖ-Bundesparteiobmann.

Laut "News" hat im Jahr 2005 auch der ehemalige Kärntner FPÖ-Politiker Reinhart Gaugg gemäß der Hochegger-Unterlagen über dessen Gesellschaft Valora 30.000 Euro erhalten.

Auch gegen die fristlos entlassenen Vorstände des burgenländischen Energieversorgers Bewag, Hans Lukits und Josef Münzenrieder, wird nun laut "News" von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Demnach seien 1,2 Millionen Euro an die Hochegger Kft in Ungarn bezahlt worden, obwohl die Ex-Bewag-Vorstände gewusst hätten, dass es sich dabei um "Schmiergeld für ungarische Amts- und Entscheidungsträger" gehandelt habe.

Daneben schießt sich der frühere Lobbyist Peter Hochegger, gegen den von der Staatsanwaltschaft Wien in mehreren Causen ermittelt wird, nun auf den Ex-Telekom-Manager Gernot Schieszler ein, der sich der Justiz als Kronzeuge angeboten hat. "Was Schieszler sagt, entspricht nicht der Wahrheit", wird Hochegger von der Tageszeitung "Österreich" zitiert. Schieszler soll in seinem Geständnis Hochegger belastet haben.