Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Teurer Müll am Straßenrand. ENTSORGUNG / Der Müll, den Autofahrer aus dem Fenster werfen, verursacht hohe Kosten und Schäden an Tier und Mensch.

Kooperationspartner: Werner Gradwohl, Helmut Bieler, Karlheinz Papst, Alexander Rüdiger Knaak, Leonhard Schneeberger und Hermann Frühstück, (v.l.) appellieren an die Vernunft der Autofahrer.DORIS SEEBACHER  |  NOEN
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Man traut seinen Augen oft nicht, wenn man sieht, was alles an Müll im Straßengraben landet. Kühlschränke, Autoreifen, Ferkelkadaver liegen da neben Fast-Food-Jausensackerln, Zigarettenpackerln und Plastikflaschen.

1,8 Millionen kostet es,  den Müll zu beseitigen

Was das kostet? „Rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr kostet alleine die Reinigung von 1760 Kilometern Straße“, rechnet Landesrat Helmut Bieler vor. Deshalb wird nun bereits zum zweiten Mal die Aktion „Sei keine Dreckschleuder“ , unter anderem in Kooperation mit der BVZ, durchgeführt.

Keine Strafen, sondern  mehr Bewusstseinsbildung

Mit einer gemeinsamen Kampagne soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass unachtsam weggeworfener Müll nicht nur Kosten und optischen Schaden an der Natur verursacht, sondern auch eine Gefahr für nachkommende Motorradfahrer und für Tiere darstellen kann. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, was sie anrichten, wenn sie ihren Müll einfach am Straßenrand entsorgen“, so Umweltanwalt Hermann Frühstück.

Vor allem leiden auch Tiere darunter, wenn sie beispielsweise Plastikteile oder Dosen zum Nestbau verwenden oder mit Futter verwechseln, an dem sie elendiglich zugrunde gehen können.