Erstellt am 10. September 2013, 10:52

Töchterle mit Viersäulenprogramm in neue Amtszeit. Mit einem "Viersäulenprogramm" geht Wissenschaftsminister Töchterle in eine mögliche neue Amtszeit nach der Nationalratswahl.

Basis jeder Säule ist der Wunsch nach mehr Geld - sowohl für die Unis als auch für die Fachhochschulen (FH), die Grundlagenforschung und die Studien- bzw. Nachwuchsförderung, so Töchterle am Montag. Im Studienrecht überlegt er Verschärfungen - die derzeitige Rechtslage sei "sehr generös". Zur Zeit gebe es viele Freiheiten der Studenten, die den Unis Probleme bereiten. "Man kann beliebig viele Studien inskribieren, was zu Problemen bei der Planbarkeit führt", nannte Töchterle ein Beispiel. Er würde daher gerne Maßnahmen setzen, die den Unis höhere Planungssicherheit bringen.

Zur Beschränkung überlanger Studien kann sich Töchterle vorstellen, in bestimmten Abständen den Nachweis bestimmter Leistungen zu fordern - analog zu den Regelungen zur Familien- oder Studienbeihilfe, "aber natürlich nicht so scharf". Das Problem der mangelnden Verbindlichkeit zeigt sich für Töchterle auch im Umstand, dass ein großer Teil der Angemeldeten Aufnahmeprüfungen fernbleibt. "Man hat das Gefühl, die Leute behandeln die Unis nicht wertschätzend." Eine Anmeldegebühr sieht er als Möglichkeit.

Mehr Mittel für die Unis

Im Rahmen seines "Viersäulenprogramms" sind für Töchterle mehr Mittel für die Unis unabdingbar. Die von den Rektoren als Untergrenze genannte Abgeltung der Inflation sei ein "maßvoller Wunsch, den man erfüllen sollte". Die FH sollen auf rund 50.000 Studienplätze (derzeit 41.000) ausgebaut werden, darüber hinaus müsse es eine Valorisierung des Bundeszuschusses pro Studienplatz (derzeit im Schnitt 7.000 Euro) geben.

In der Grundlagenforschung müssten sowohl der Wissenschaftsfonds FWF als auch die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) besser dotiert werden. Auf eine Summe wollte sich Töchterle dabei nicht festlegen. In Sachen Studiengebühren will Töchterle "nicht nachlassen". Er könne aber nur Brücken in Richtung SPÖ bauen: "Diesmal wird die Brücke sein, dass wir versuchen, die Studienförderung zu verbessern. Spielräume bei der Studienförderung gewinnt man durch Studienbeiträge." Für seinen Verbleib in der Regierung sei die Existenz einer Studiengebührenregelung eine Bedingung, meinte Töchterle.