Erstellt am 08. Februar 2012, 14:06

Töchterle weiter für Studienplatzbeschränkungen. Wissenschaftsminister Töchterle spricht sich abermals für Studienplatzbeschränkungen und Studiengebühren aus.

Im Interview mit "News" betont er erneut, dass der Staat mitreden soll, wie viele Studienplätze finanziert werden. Die Uni hätten dann freie Hand bei der Studentenauswahl. "Es wird immer welche geben, die die Voraussetzungen erfüllen, aber für die einfach kein Platz da ist", so Töchterle.

Anders als bei der Studienplatzfinanzierung, wo SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl laut Töchterle "nicht von vornherein Nein gesagt" hat, "frustriert" ihn indes die Blockadehaltung des Koalitionspartners in punkto Studiengebühren. "Man will nicht zugeben, dass es - wenn man es klug macht - keine soziale Selektion durch Studienbeiträge gibt, was ich ja auch nicht will." Es gäbe außerdem "viele ausländische Studierende, die einen Beitrag unser Uni-System leisten sollten". "Warum soll der österreichische Steuerzahler - noch dazu jetzt - jeden ausländischen Studenten zur Gänze finanzieren?"

Ebenfalls geplant sind laut Töchterle finanzielle Anreize für Universitäten, wenn sie "mehr AbsolventInnen haben". "Das werden Studierende durch offensivere und schnelle Prüfungs- und Abschlussgestaltung spüren", so der Minister. Bei kleinen Fächern werde er zudem mit den Unis überlegen, "ob man alle Standorte braucht".