Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Treffen der Generationen. „ZUKUNFTS-ENQUETE“ / Senioren, Jugend und Politiker beschwören „das Miteinander“. Arbeit als Kernthema der Zukunft.

Generationen-Experte: Landtagspräsident Gerhard Steier (l.) begrüßte Zukunftsforscher Andreas Reiter zur Enquete. FOTO: LANDESMEDIENSERVICE  |  NOEN
VON WOLFGANG MILLENDORFER

„Beantworten wir nicht die Fragen des 21. Jahrhunderts mit den Antworten des 19. Jahrhunderts.“ Das war einer der Schlüsselsätze der Generationen-Enquete, die in der Vorwoche auf Einladung von Landeshauptmann Hans Niessl im Landtag abgehalten wurde. Vertreter der Jugendorganisationen und
der älteren Generation wohnten der Enquete auf den Zuschauerrängen bei. Diskutiert wurden die „Zukunftsfragen“ aus der Sicht beider Generationen: „Verteilungsgerechtigkeit, Pflege, Ausbildung und Arbeitsplätze“ waren die Schlagwörter – das Einkommen und die Sicherheit des Arbeitsplatzes gelten dabei als vorrangige Themen.

Wobei es vor allem aber auch um konkrete Maßnahmen gehe, wie SPÖ-Klubobmann Christian Illedits eingangs festhielt: „Wir wollen im Jubiläumsjahr den Ankick für die gemeinsame Generationenarbeit geben, die zweifelsohne bereits vorhanden ist, jetzt aber neu aktiviert werden soll.“ Sein ÖVP-Gegenüber Rudolf Strommer pocht auf den Generationenvertrag, der das Ineinandergreifen von junger und älterer Generation in finanzieller und sozialer Hinsicht begründe.
Zum Thema sprachen der von der SPÖ nominierte Zukunftsforscher Andreas Reiter und der von der ÖVP nominierte Universitätsprofessor Wolfgang Mazal.

„Künstlich erzeugter Generationenkonflikt“
Am Ende der Enquete unterstrichen Jugend- wie Seniorenvertreter die Wichtigkeit des „gemeinsamen Weges“. So war seitens der Jugend etwa zu hören: „Der viel diskutierte Generationenkonflikt ist teilweise künstlich erzeugt. Es geht nur miteinander.“ Das sehen auch die Seniorenvertreter so, die in ihrer Pension aktiv am Geschehen im Land teilhaben und dieses mitgestalten. Die Arbeit in den Ortsgruppen der Verbände sei das beste Beispiel dafür.