Erstellt am 31. Mai 2015, 17:04

von APA Red

Tschürtz glaubt "zu 90 Prozent" ans Mitregieren. Er glaube "zu 90 Prozent", dass man dem Ziel einer Regierungsbeteiligung jetzt nähergekommen sei, sagte FPÖ-Obmann Johann Tschürtz angesichts der sich abzeichnenden Mandatsverdoppelung bei den Blauen Sonntagnachmittag.

FPÖ-Spitzenkandidat Johann Tschürtz beobachtet die ersten Hochrechnungen im FPÖ-Klub im Landhaus in Eisenstadt. Foto: APA/Robert Jäger  |  NOEN, APA/Robert Jäger
"Ich gehe davon aus, dass man erkennt, dass man über die Freiheitliche Partei jetzt nicht hinweg kann", meinte Tschürtz.

Mit Verdoppelung der Mandate "absolut nicht" gerechnet

Man sei "die drittstärkste Partei mit einem unglaublichen Zuspruch. Und sich einfach über den Wählerwillen hinwegzusetzen, glaube ich, wird nicht gut sein", so der FPÖ-Landeschef.

Mit einer Verdoppelung der Mandate hätte er "absolut nicht" gerechnet, sagte Tschürtz: "Ich hätte mir wirklich ehrlicherweise zwölf, 13 Prozent erhofft. 14 wäre 'der Wahnsinn' gewesen. Dass es jetzt 15 Prozent geworden sind, das ist schon wirklich sensationell."

Für die kommenden Parteiengespräche ortet der FPÖ-Politiker jetzt "starke Rückendeckung. Man kann jetzt klar sagen: Der Wähler hat das jetzt so gemacht und der Wähler will Veränderungen. Und daher werden wir dem Wähler entsprechend auch jetzt agieren."

Anhänger: "Bist du narrisch" und "Alter Schwede"

Für die Hochrechnung um 16.00 Uhr waren bei den Blauen die Sesselreihen im Klubraum schon recht eng gestellt. Schon das sich anbahnende Steiermark-Ergebnis hatte Jubel aufbranden lassen. Tschürtz und der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) fielen einander in die Arme.

"Bist du narrisch" und "Alter Schwede", konnten FPÖ-Anhänger das am Bildschirm Verlautbarte gar nicht so richtig fassen. Bei der Burgenland-Hochrechnung füllten schließlich frenetischer Jubel, Dauerapplaus und "Johann, Johann, Johann"-Rufe den kleinen Raum.

"OK - Ehre, wem Ehre gebührt", kommentierte Tschürtz den Umstand, dass das Bündnis Liste Burgenland den Einzug wieder schaffen dürfte. Der Parteiobmann musste kurz darauf schon die feiernde Runde verlassen, er wurde zu einem TV-Interview gebeten.