Erstellt am 05. Juni 2012, 03:00

U-Ausschuss setzt Befragungen zu Behördenfunk fort. Der parlamentarische Korruptions-Untersuchungsausschuss setzt am Dienstag die Befragungen zur Causa Blaulichtfunk fort.

Vergangene Woche war wegen fehlender Akten eine Sitzung abgebrochen und eine weitere abgesagt worden. Am Dienstag in den Ausschuss geladen ist unter anderem der frühere Kabinettschef des ehemaligen Innenministers Strasser, Christoph Ulmer, der als Schlüsselperson gilt.

Bei der Causa Behördenfunk geht es um ein Projekt, das unter Strasser vergeben worden war. Strasser hatte das Projekt Adonis nach einem bereits erfolgten Zuschlag an das Konsortium Mastertalk wegen angeblicher technischer Mängel neu ausgeschrieben, zum Zug kam dann das Konsortium Tetron. Obwohl laut Innenministerium Mastertalk nicht ordnungsgemäß lieferte, wurde Mastertalk von der Republik fast 30 Mio. Euro Schadenersatz gezahlt.

Aussagen soll am Dienstag neben Ulmer noch Bernhard Krumpel, der im Kabinett des Innenministers für den Behördenfunk zuständig war und später Geschäftsführer bei Tetron wurde. Weiters geladen sind Franz Geiger von Siemens (Teil des ursprünglich siegreichen Konsortiums Mastertalk), der ehemalige Sektionschef im Innenministerium Helmut Prugger sowie Reinhard Schnackl, der seitens des Ministeriums mit dem Projektmanagement befasst war.