Erstellt am 26. August 2013, 16:13

"Überraschung" für Strache nicht ausgeschlossen. Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist eine "Überraschung" bei der Nationalratswahl nicht ausgeschlossen.

Vielleicht werde es am Ende "viel enger" als erwartet und der Kampf um die Plätze eins, zwei und drei "ein sehr knapper", meinte er am Montag in einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Ziel sei es, am 29. September mit der FPÖ die 20-Prozent-Marke zu überspringen. "Je höher, desto besser", so Strache. "Ich freue mich über jeden Gewinn." Er gehe davon aus, dass SPÖ und ÖVP ihre historisch schlechtesten Resultate einfahren werden, während er für die FPÖ das "seit meiner Obmannschaft historisch beste Ergebnis" erwarte. Mittelfristig wolle er die Freiheitlichen über 33 Prozent bringen, sagte der Parteichef.

Die FPÖ sei "die einzige Alternative", die das rot-schwarze System aufbrechen könne. Werde die Partei stärker, seien auch Platz zwei oder eins zu erreichen. SPÖ und ÖVP bezeichnete Strache als "aneinandergekettet". Beide Parteien wollten "mit aller Gewalt ihre schlechte Regierungskoalition fortsetzen". Die Grünen wären eine "rot-schwarze Lebensverlängerung". Das Team Stronach könne keine Zukunftsansage sein. Das Kanzlerduell schließlich laute ausschließlich (Werner) "Faymann gegen Strache".

Werden besser abschneiden...

Dass einmal mehr alle gegen die FPÖ in Stellung gegangen seien, zeige Nervosität, mutmaßte der Parteichef. "Wir werden besser abschneiden als man uns zugesteht."

Die FPÖ wolle "Fehlentwicklungen stoppen", außerdem "aufklären und Menschen nachhaltig gewinnen", so Strache. Seine Partei betreibe "keinen ausländerfeindlichen, sondern einen inländerfreundlichen Wahlkampf". Was er nicht wolle, seien Asylbetrüger, kriminelle Zuwanderer und radikale Islamisten.

Strache rief in St. Pölten auch dazu auf, das Wahlrecht ernst zu nehmen. Und wer am 29. September die FPÖ wähle, gebe eine "starke Stimme für Österreich" ab.

NÖ Freiheitlichen gefordert

Die NÖ Freiheitlichen "wollen, werden und müssen einen entscheidenden Beitrag zu einem hervorragenden Ergebnis leisten", kündigte der geschäftsführende Landesobmann Abg. Christian Höbart an. Ziel sei es, ein Resultat zu erreichen, das jenem im Bund entspreche, konkretisierte er auf APA-Nachfrage. Bei der Nationalratswahl 2008 standen für die FPÖ in Niederösterreich18,08 Prozent zu Buche.

Als Themen für das Bundesland bezeichnete Landesspitzenkandidat Landesobmann Abg. Walter Rosenkranz u.a. Verkehr (Stichwort Waldviertelautobahn) und den Hochwasserschutz "nicht nur an der Donau".