Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Umbau in der Polizei. POLIZEIREFORM / Sicherheitsdirektion, Bundespolizeidirektion und Landespolizeikommando sollen zusammengefasst werden.

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VON BETTINA EDER

Kaum ist die Polizeireform verkündet, gibt es schon erste Personalspekulationen. Mit Sicherheitsdirektor Erhart Aminger, Landespolizeikommandant Nikolaus Koch und Polizeidirektorin Ulrike Weiss steht derzeit im Burgenland ein Trio an der Spitze. Ab Herbst 2012 soll das nur noch eine Person sein.

Während man sich im Landespolizeikommando und in der Polizeidirektion bedeckt hält – Koch und Weiss-Stellvertreter Karl Killian erklärten, dass die genauen Voraussetzungen ja noch nicht bekannt sind –, kündigte Sicherheitsdirektor Aminger an, sich bewerben zu wollen.

Angekündigt hat man im Ministerium derweil, dass man keine Quereinsteiger will. Gerüchte, wonach man an diesen Positionen Juristen – wie Amminger oder Weiss –  und weniger Offiziere suche, will Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck nicht bestätigen: „Jetzt geht es darum, wie die Organisation abläuft. Und erst dann wird geklärt, was der Direktor für einen Bildungshintergrund braucht.“

77 Prozent für mehr  Initiativen der Politik

Mit ihren überraschenden Reformplänen hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auch den BVZ-Meinungsmachern Rechnung getragen. 77 Prozent von ihnen wünschten sich mehr Initiativen der Politik in Sachen Sicherheit. Nun sollen die acht Sicherheitsdirektionen, die 14 Bundespolizeidirektionen und die neun Landespolizeikommanden sollen zu neun Landespolizeidirektionen zusammengefasst werden. Ziel ist die Verschlankung der Befehlskette sowie das Abschaffen von Doppelgleisigkeiten. Zustimmung gibt‘s dazu aus dem Burgenland. Landesvize Franz Steindl: „Auf den ersten Blick klingt der Vorschlag vernünftig, jetzt müssen wir uns die Details anschauen.“

Parallel zur Reform feilen Land und Ministerium am burgenländischen Sicherheitspakt. Fixiert wurden laut Büro von Hans Niessl bereits die Autobahnpolizei Rudersdorf und ein eigener Ausbildungszug für das Burgenland. Diskutiert wird noch, wie man die in anderen Bundesländern eingesetzten Polizisten wieder ins Burgenland holen kann. „Die Gespräche sind sehr konstruktiv, die Ergebnisse werden in Kürze vorgestellt werden“, heißt es aus dem Verhandlungsteam.