Erstellt am 16. Mai 2015, 11:56

von APA Red

Ungarische Plakatierer: FPÖ wehrt sich. Die burgenländische FPÖ wehrt sich, nachdem am Freitag ein einer Tageszeitung zugesandtes Leserfoto die Partei in die Bredouille gebracht hat. Das Foto zeigt einen Plakatierer, der mit einem Wagen mit ungarischem Kennzeichen unterwegs ist.

Nun holten die Freiheitlichen eine schriftliche Bestätigung der beauftragten Firma ein, die einräumte, keine Kenntnisse über Hilfskräfte zu haben.

Schriftverkehr mit Firma der Pressemitteilung beigelegt

Das Foto hatte insbesondere deswegen für Aufregung gesorgt, weil die Partei im Wahlkampf für die Landtagswahl am 31. Mai mit Slogans wie "Heimische Könner statt Ost-Dumpinglöhner" wirbt.

In dem einer Pressemitteilung beigelegten Schriftverkehr mit dem für die Außenwerbung beauftragten österreichischen Traditionsunternehmen heißt es: Zur Affichierung der gedruckten Plakate würden durch die Firma im Wesentlichen österreichische Plakatierungsunternehmen herangezogen.

Ob diese österreichischen Plakatierungsunternehmen zur Abdeckung von Auslastungsspitzen auch Hilfskräfte heranziehen, entziehe sich der Kenntnis des Traditionsunternehmens.

Gegenschlag Richtung Grüne: "Sieht so deren Öko-Bilanz aus?"

Landesparteiobmann Johann Tschürtz wertet dies in seiner Aussendung als eingestandenen Fehler der beauftragten Firma. Er gehe davon aus, dass das Thema damit bereinigt sei, "denn es steht zweifelsfrei fest, dass die FPÖ keineswegs direkter Auftraggeber ungarischer Unternehmer war oder deren Engagement geduldet oder bewusst hingenommen hat."

Tschürtz schlug außerdem mit gleichen Mitteln zurück und wies in der Aussendung "auf einen anderen denkwürdigen Umstand im Zusammenhang mit der Plakataffiche im Burgenland" hin. Er sendete ein Foto eines Wagens mit deutschem Kennzeichen und einem Plakat der Grünen auf der Ladefläche.

"Die Grünen lassen also beauftragte Unternehmer für jedes 16-Bogen-Plakat hunderte von Kilometern quer durch Europa fahren, anstatt Betriebe aus der Region zu engagieren. Sieht so etwa die viel beschworene Öko-Bilanz einer Partei aus, die andere immer gern und schnell mit dem erhobenen Zeigefinger maßregelt?", fragte sich der Parteichef.