Erstellt am 14. September 2011, 13:38

Uni-Netzwerk für "politische Kommunikation". Fünf Universitäten aus vier Staaten haben ein internationales Netzwerk für politische Kommunikation ins Leben gerufen. "Spiritus Rector" und Koordinator ist Politikwissenschafter Peter Filzmaier mit seinem Institut für Strategieanalysen.

Nach seinen Worten will "netPol" länderübergreifende Lehrprogramme und Forschungsprojekte implementieren und ein Doktoratsprogramm etablieren, das 2012/13 in Krems und Budapest starten soll.

Partner sind die Donauuniversität Krems, die Karl-Franzens-Universität Graz, die Andrassy-Universität Budapest, die Universität für Weiterbildung in Berlin und die Babes-Bolyai-Universität Cluj (Rumänien). Der Vertrag wurde am Mittwoch im Landhaus in St. Pölten unterzeichnet.

Das wissenschaftliche Netzwerk sei ein weiteres zukunftsträchtiges Projekt in der Wissenschafts- und Forschungslandschaft Niederösterreich, verwies Landeshauptmann Erwin Pröll (V) auf Investitionen von 590 Mio. Euro in die Wissenschaftsachse Krems, Tulln, Klosterneuburg, Wiener Neustadt in den vergangenen fünf Jahren. Neben der Verbreiterung des Ausbildungsangebotes für die Jugend äußerte Pröll die Hoffnung, dass der Fokus auf den gesellschaftspolitischen Themenbereich ein Beitrag gegen die Politikverdrossenheit sein werde.

Während man auf Bundesebene eine Spardiskussion um den tertiären Bereich erlebe, würde an den Universitäten tagtäglich hervorragende Arbeit geleistet, betonte Filzmaier. Mit "netPol" (http://netpol.at) sei es gelungen, dass Unis in europaweiter Zusammenarbeit gesellschaftlich zentrale Themen wie die Entwicklung der Mediendemokratie und die europäische politische Bildung in den Mittelpunkt ihrer Studien- und Lehrtätigkeit stellen. Säulen seien die politische Informationsvermittlung, Basissituation und Kommunikation. Niederösterreich als federführendes Bundesland ist durch die Forschungs- und Bildungsgesellschaft vertreten, die Anstellung von Mitarbeitern erfolgt durch den österreichischen Austauschdienst.