Erstellt am 07. August 2012, 13:30

Uni-Rektoren wünschen sich mehr Autonomie für PH. Unterrichtsministerin Schmied will die Pädagogischen Hochschulen (PH) im Vorfeld der geplanten gemeinsamen Lehrerausbildung auf Augenhöhe mit den Universitäten bringen. Während die Universitätenkonferenz (uniko) das Ziel für "grundsätzlich positiv" hält, übt sie Kritik an Schmieds Weg dorthin:

Man könne die PH nicht durch die Einrichtung von Masterstudien "upgraden". Sie bräuchten stattdessen mehr Autonomie, Forschungskompetenz und vor allem Zeit, so die uniko am Dienstag in einer Aussendung. Konkret fordert uniko-Präsident Heinrich Schmidinger eine geeignete Forschungsstruktur sowie habilitiertes und wissenschaftlich ausgewiesenes Personal. Zudem brauche es organisatorische Voraussetzungen für die PH, die deren Autonomie sicherstellen, damit die Freiheit von Forschung und Lehre gewährleistet sei.

"Die Signale, die die Öffentlichkeit in der letzten Zeit erreicht haben, lassen daran aber Zweifel aufkommen", so Schmidinger wohl in Anspielung auf die Abberufung des designierten Rektors der PH Tirol, Elmar Märk, durch Schmied noch vor dessen Amtsantritt. Grund war ein APA-Interview, in dem Märk gemeint hatte, dass er die Lehrerausbildung langfristig an den Unis angesiedelt sehe.

Änderungen wünscht sich Schmidinger auch bei der Fort- und Weiterbildung von Lehrern, die derzeit fast ausschließlich an den PH angesiedelt ist. In diesem Bereich seien die Unis "systemisch ausgeschlossen", obwohl sie für die Ausbildung der Lehrer für AHS und berufsbildende höhere Schulen (BHS) zuständig sind. Schmidinger plädiert deshalb für eine Öffnung der Fort- und Weiterbildung für die Unis.