Erstellt am 13. August 2011, 15:05

Unis klagen über Finanznot. "Ja, es braucht mehr Mittel", betonte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle gegenüber der APA am Samstag, nachdem zuletzt mehrere Uni-Rektoren vor Finanzengpässen ab 2013 gewarnt haben. Gleichzeitig forderte er die SPÖ auf, Zugangsbeschränkungen und sozial verträglichen Studiengebühren zuzustimmen, denn: "Geld allein löst keine Strukturprobleme."

"Ja, es braucht mehr Mittel", betonte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle gegenüber der APA am Samstag, nachdem zuletzt mehrere Uni-Rektoren vor Finanzengpässen ab 2013 gewarnt haben. Gleichzeitig forderte er die SPÖ auf, Zugangsbeschränkungen und sozial verträglichen Studiengebühren zuzustimmen, denn: "Geld allein löst keine Strukturprobleme."

Töchterle werde sich im Herbst in den Verhandlungen mit Finanzministerin Maria Fekter auf jeden Fall für ein höheres Uni-Budget für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode (2013 bis 2015) einsetzen. Das Dringendste seien Zugangsregelungen, damit die Unis "endlich ihre Kapazitätsgrenzen leben können". Außerdem brauche es sozial gerechte Studienbeiträge.

SP-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas hat allerdings erst am Freitag klargestellt, dass Zugangsbeschränkungen für ihre Partei kein Thema sind. Der Unizugang müsse geregelt sein, so Rudas. Allerdings seien Zugangbeschränkungen im Notfall schon jetzt möglich, Studiengebühren seien jedoch keine Option.

Die TU Wien ist allerdings bereits Ende 2010 mit 18 Mio. Euro ins Minus geschlittert und muss nun spätestens bis 2015 wieder in die schwarzen Zahlen kommen, sonst wird die Verwaltung vorübergehend von einem Kurator übernommen. Ohne mehr Budget wäre das laut TU nur durch eine "drastische Leistungsreduktion", etwa die Streichung von Forschungsbereichen, möglich.

Auch die Einstellung einzelner Studien könnte die Folge sein, wie nach der Uni Wien laut "Standard" (Samstagausgabe) auch die Uni Innsbruck und Salzburg in Erwägung ziehen. Die Uni für Bodenkultur (Boku) hat beim Studienangebot schon jetzt den Sparstift angesetzt und im Wintersemester drei Masterstudien gestrichen.

Falls es nicht 300 Mio. Euro mehr pro Jahr geben, müssten laut uniko, 3.000 Lehrende gekündigt werden.