Erstellt am 02. September 2011, 13:33

Unis lehnen Voranmeldung künftig wieder ab. Keinerlei Planungssicherheit hat die erstmals verpflichtende Uni-Voranmeldung, die am 31. August zu Ende ging, aus Sicht der Universitäten gebracht. In Folge dessen lehnen die Vizerektoren eine Wiederholung des Systems im kommenden Jahr ab. Stattdessen solle, so ein Vorschlag, die Zulassungsfrist vorverlegt werden und zwei Wochen vor Semesterbeginn enden

Keinerlei Planungssicherheit hat die erstmals verpflichtende Uni-Voranmeldung, die am 31. August zu Ende ging, aus Sicht der Universitäten gebracht. In Folge dessen lehnen die Vizerektoren eine Wiederholung des Systems im kommenden Jahr ab. Stattdessen solle, so ein Vorschlag, die Zulassungsfrist vorverlegt werden und zwei Wochen vor Semesterbeginn enden

Das gab Margret Friedrich, Vizerektorin der Uni Innsbruck und Vorsitzende des "Forum Lehre" gegenüber der APA am Freitag im Rahmen des "Forum Lehre" der Universitätenkonferenz (uniko) in Wien an. "Endet die Zulassungsfrist bereits zwei Wochen vor Semesterbeginn, haben wir die realen Inskriptionszahlen und können mit diesen auch arbeiten", so Friedrich.

Die Voranmeldung, die vom Wissenschaftsministerium zur besseren Planungssicherheit der Universitäten eingeführt worden war, werde damit obsolet. "Das Instrument hat nicht funktioniert, das braucht man weder zu wiederholen noch wiederzubeleben", meinte Friedrich. Als nächsten Schritt wolle man sich mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) zusammensetzen, um Vorschläge zu diskutieren.

Wie mit jenen Interessenten, die die Voranmeldefrist heuer versäumt haben, umgegangen wird, sei Sache der einzelnen Universitäten, die die Einzelfälle gesondert prüfen werden. uniko-Präsident Hans Sünkel hatte am Donnerstag im APA-Interview gesagt, man müsse "selbstverständlich kulant sein", wenn es um "einige wenige" Betroffene geht. Sollten es aber Zigtausende sein, müsste man mit dem Ministerium die weitere Vorgangsweise besprechen.

Laut einer Aussendung am Freitag ist die endgültige Zahl der vorangemeldeten Interessenten (31.319) mehr als doppelt so hoch wie jene der Studienanfänger im Vorjahr (14.742). Laut Uni Wien kommen 62 Prozent der Voranmeldungen aus Österreich und 38 Prozent von internationalen Interessenten (17 Prozent aus Deutschland); im Vorjahr waren insgesamt 32 Prozent der Studienanfänger internationale Studenten.