Erstellt am 18. Januar 2012, 12:15

Unis wachsen - Zahl der Studienanfänger konstant. Österreichs Universitäten wachsen weiter: Laut Daten des Wissenschaftsministeriums haben sich bis zum Ende der Nachfrist am 30. November rund 292.000 für das Wintersemester 2011/12 inskribiert, das entspricht einem Plus von rund drei Prozent gegenüber den endgültigen Zahlen des Vorjahres (etwa 284.000).

Nach einem Rückgang von Studienanfängern im Vorjahr wird das Niveau mit rund 51.700 Neuzugelassenen heuer gehalten, und auch der befürchtete Andrang deutscher Studenten aufgrund doppelter Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen ist ausgeblieben.

Die deutschen Studenten stellen derzeit unter den Neuzugelassenen 12,6 Prozent (6.530), das sind 11,7 Prozent mehr als im Wintersemester des Vorjahres (5.845). Den größten Zuwachs verzeichnete dabei die Universität Innsbruck (plus 220 Deutsche), gefolgt von der Technischen Universität Wien (plus 77), der Wirtschaftsuniversität Wien (plus 74) und der Universität Salzburg (plus 70). Insgesamt studieren heuer knapp 26.900 Deutsche an Österreichs Unis (Wintersemester 2010: rund 24.100).

Insgesamt deutlich mehr Studienanfänger als im Vorjahr weist die Montanuniversität Leoben auf, die einen Zuwachs von beinahe 22 Prozent verzeichnet. Auch an der Medizinischen Universität Wien (plus 16 Prozent), der Akademie der bildenden Künste Wien (plus 15) sowie der Kunstuniversität Linz (plus 10) ist eine erhöhte Anzahl an Neuzugelassenen zu bemerken. Für Human- und Zahnmedizin gibt es zwar beschränkte Platzzahlen, allerdings werden an den Medizin-Unis auch andere Studien (etwa Pflegewissenschaften), Master- und Doktoratsstudien angeboten.

Das Niveau des Vorjahres unterschritten haben indes die Universität für angewandte Kunst Wien (minus 25 Prozent), die Wirtschaftsuniversität Wien (minus 11) und die Medizinische Universität Graz (minus 9).

Das größte Plus bei den Gesamtstudierendenzahlen registrierte die TU Wien (plus acht Prozent), gefolgt von der Universität für Bodenkultur und der Montanuniversität Leoben (je plus fünf Prozent). Auch an den großen Unis in Wien, Graz, Innsbruck und Linz ist der Studentenstamm um rund drei bis vier Prozent gewachsen. Nicht nur weniger Studienanfänger sondern generell weniger Studierende verbucht die WU Wien (minus fast sieben Prozent).