Erstellt am 14. Februar 2013, 12:53

Unis werden für Kooperation belohnt. Die Universitäten werden in den zu Jahresende abgeschlossenen neuen Leistungsvereinbarungen mit dem Wissenschaftsministerium für Kooperationen belohnt.

Im von 2013 bis 2015 laufenden Uni-Budget stehen 63 Mio. Euro aus der Hochschulmilliarde zur Förderung der Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen oder Institutionen aus dem Wissenschafts- oder Kulturbereich bzw. mit der Wirtschaft zur Verfügung.

"Durch Gemeinsamkeit wird man stärker", meinte Wissenschaftsminister Töchterle. Auch in autonomen Einrichtungen wie den Unis müsse man sich abstimmen. Dies sei angesichts der internationalen Konkurrenz und der Kleinheit des Landes nötig, um international sichtbar zu werden.

Und es wird bereits fleißig kooperiert: Paradebeispiel dafür ist die NAWI Graz, ein Projekt von Uni und Technischer Universität (TU) Graz zur Zusammenarbeit in den Naturwissenschaften. In der steirischen Landeshauptstadt werden rund 4.000 Studenten in 18 Bachelor- und Masterstudien von den beiden Hochschulen gemeinsam betreut. Dadurch freiwerdende Ressourcen habe man in die Verbesserung der Betreuungsrelationen investiert, so TU-Rektor Kainz.

Auch bei der Lehrerausbildung wird kooperiert. So hat etwa die Uni Wien ihre Aktivitäten in einem eigenen Zentrum für Lehrer/innenbildung gebündelt, das bisher auf unterschiedliche Fakultäten verteilte Aufgaben übernimmt - "ohne aber die Lehramtsausbildung zu stark aus den Fächern herauszulösen", so Uni Wien-Vizerektorin Schnabl. Darüber hinaus gebe es Kooperationen mit rund 70 Wiener Schulen und den Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems.

Dass erfolgreiche Kooperationen natürlich automatisch die Frage nach einer Zusammenlegung von Einrichtungen nach sich ziehen, ist Kainz bewusst. Im Moment sei aber nicht daran gedacht, Standorte aufzulösen:"Aber natürlich muss man sich fragen, warum macht man das nicht an einem Ort?" Auch Töchterle verwies darauf, dass es Empfehlungen für ein Zusammenschließen von Universitäten gebe. Mit der in Planung befindlichen Novelle des Universitätsgesetzes (UG) wolle man nun die gesetzliche Möglichkeit dazu schaffen - man wolle das aber niemandem aufzwingen.